übersprechen,
V., unr. abl.
›jn. durch intensives Zusprechen zu etw. überreden‹; auch: ›jn. durch Wissen und Argumente übertreffen‹; refl.: ›sich allzu ausführlich äußern, im Sprechen übernehmen‹; vgl. (Präp.) 2; 8; 10 (ütr.).

Belegblock:

Reissenberger, Väterb. (
md.
, Hs.
14. Jh.
):
So lange im lac der vater an | Untz er mit rede in ubir sprach | Daz sine wille an im geschach.
Tiemann, E. v. Nassau-S. Kgn. Sibille
128, 4
(
rhfrk.
,
um 1435
):
Abrye übersprach die konnigynne mit guden worten / das sye en wenig asß.
Päpke, Marienl. Wernher (
halem.
,
v. 1382
):
So das ain kint, als er da sach, | Alle maister úbersprach, | Und das gegen im mochte nieman | Siner wissait wider gan.
Koppitz, Trojanerkr. (Hs. ˹
noschweiz.
,
15. Jh.
˺):
Du mich nitt verschmache, | Held, du hast übersprochen dich.