überspitzen,
V.
›etw. (eine Säule) am Ende zuspitzen, mit einer Spitze versehen‹; ütr. auf verbales, kognitives Tun / Handeln: ›jn. argumentativ, spitzfindig widerlegen‹; vgl. (Präp.) 1; 2; 3 (ütr.).
Bedeutungsverwandte
(zur Ütr.): (V.) 1, , 2, , .
Wortbildungen:
überspizfündeln
.

Belegblock:

Luther, WA (
1544
):
das er sich nicht wolt einlassen, mit den Ketzern zu Disputiern, [...], das er nicht auch keme in dis gezenck, mit jnen zu kluͤgeln oder sie zu uberspitzen und ubermeistern durch die Vernunfft.
Ebd. (
1537
):
Aber widerumb kan er [der Herre] auch wider den Teuffel und seine spitzigen Trachen koͤpffe stachlicht und scharff sein und sie uberspitzen und uberteuffeln, Wie er sie allenthalben im Euangelio [...] Ottern gezichte und kinder der Hellen nennet.
Kurrelmeyer, Dt. Bibel Var. (
Straßb.
1466
):
er auf richtet siben spitzen
[Var. 1475
2
–1518:
úbergespitzet seúlen
; nd. Bibel um 1478:
seuen schone gebuetzel
;
Eck
1537:
sibē grossen seülen
;
Luther
1545, 1. Makk. 13, 28:
sieben Seulen
]
eine wider die ander.
Maaler (
Zürich
1561
):
Sich selbs Vberspitzfündlen.