überspiel,
das
;
s. auch .
›Ehebruch‹ (als schwere Straftat); vgl. (Präp.) 3 (ütr.); 10.
Rib.
Bedeutungsverwandte
(bzw. Orientierungsfeld): , , , , 2; 3, ; vgl. , , 2.
Syntagmen:
das ü. richten / urteilen, etw
. (Subj.)
das ü. berüren
›angehen‹;
j. auf kein ü. achten, in ü. sitzen (bei einem manne, mit nichten / neffen, wieder got / ere / recht
) (mehrfach),
got jn. um ü. strafen
.

Belegblock:

Redlich, Jül.-Berg. Kirchenp.
1, 32, 38
(
snfrk.
,
um 1460
):
dat in deme kirspel [...] sitten zein oft zweif par net in der hilger ee. Item so dem eirsten seit Heynrich der Groeter in overspeil.
Ebd.
66, 10
(
rib.
,
1490
):
dat etlige [...] in offenbaern sonden, mit namen in oeverspil, maichzail ind gefaderschaft ungeburlich ind verdoimlich tgeen Got ind ingesetze der hilliger kirchen lange jaer gesessen haven ind noch sitzen.
Ebd.
96, 31
(
1492
):
dem si allit ungehorsam [...] geweist ind noch ist, bi eime andern manne weder Got, ere ind reicht in overspele sitzt.
Ebd.
224, 3
(
1521
):
wie so mencherleie uneirliche goetzlesterong, als mit ebruich, oeverspil mit nichten ind neven und anders im land van Monjoye geschuit.
Meisen, Wierstr. Hist. Nuys
2946
(
Köln
1476
):
Man acht nu vp gheyn auerspyll | Jnd vp woicker offenbayrlych.
Redlich, a. a. O.
1, 84, 5
;
134, 28
.