überschlag,
der
.
3.
›Schätzung, grober Überschlag über etw. quantitativ Bemessbares‹;
Bedeutungsverwandte:
5, .

Belegblock:

Welti, Stadtr. Bern (
halem.
,
1453
):
Diß ist die schatzung vnd vͥberslag der muͥntz, als die ietz imm land vmbgat.
Schib, Urk. Laufenb.
226, 16
(
halem.
,
1538
):
Vnd ist dißers wercks vberschlag vnd rechnung beschechn vff donstag.
vberschlag / m. Rechnung was vnd wie viel eines dings sey.
4.
›als ,Überschlag‘, ,Sich-überschlagen‘ metaphorisiertes, sein eigenes
vermögen
übersteigendes
insinken, schmelzen
des
verklärten, geläuterten geistes
in den
unsprechenlichen, ungleichen geist
, in das
götteliche abgründe
‹; in der hier gebrauchten Metaphorik überlagern sich aufstiegsmystische (vgl.
überschlag über sein vermögen
) mit abstiegsmystischen (vgl.
insinken
) Bildern.

Belegblock:

Vetter, Pred. Taulers (
els.
,
E. 14. Jh.
):
uz diseme grunde, do der verklerte geist mit disem ungelichen mit minnen insinket unde smiltzet in dem woren erkentnisse sins ungelichen, und do der geist einen úberslag tete úber sin vermúgen in das goͤtteliche abgrunde.