überringen,
V., unr. abl.
›jn. durch höhere natürliche, darunter physische Kraft, ütr.: durch psychische Macht, niederringen, bezwingen, übermannen, überwältigen, überwinden‹; vgl. (Präp.) 2, (V., unr. abl.) 1.
Syntagmen:
j. / etw
. (Subj., z. B.
der schlaf
)
jn. ü., der pfenning die welt, neid / has die warheit ü
.
Wortbildungen:
überringer
(dazu bdv.: vgl. ).

Belegblock:

Schöpper (
Dortm.
1550
):
Superare. Sigen obligen obsigen ¶ vbersigen vberwinden vberringen [...] vberstarcken.
Adomatis u. a., J. Murer., Bab.
5022
(
Zürich
1560
):
Laß dich den Jud nit überringen | er hat von Goͤtt kein bscheid der dingen.
Maaler (
Zürich
1561
):
Vberringen / Vnderston einen mit ringen zuͦ überwinden / oder nider zewerffen. Eluctari. Vberringer. Oppressor. [...]. Der schlaaff hat jn Vberrungen oder überfallen.
uberringen / im ringen einem vberlegen sein.
Sappler, H. Kaufringer
6, 212
(
schwäb.
, Hs.
1464
):
mit seiner sterk er si da zwang, | das er si da überrang, | das sein will da ward volbracht.
Niewöhner, Teichner
417, 78
(Hs. ˹
moobd.
,
1360
/
70
˺):
er [phenninch] hiet all dw werlt nicht twung, | als ers nu hat uͤber rung, | all dw werlt mit seiner macht.
Ebd.
553, 22
(Hs. ˹
nobd.
,
E. 14. Jh.
˺):
also wirt auch uber rungen | neyd und haz mit worheit.
Wyss, Luz. Ostersp.
5033
.