überlästig,
Adj.
charakterisiert das gesamte Spektrum des jm. Unangenehmen, Beschwerlichen, Bedrückenden, jn. persönlich, wirtschaftlich, religiös Belastenden; demnach: ›bedrückend, quälend, belastend, beschwerlich, auf jm. lastend‹; ›gegenüber jm. missgünstig‹;
Gehäuft obd.
Syntagmen:
got nicht ü. sein, jm. etw
. (Subj.) ü. sein
(z. B. an der gesicht der küche
›hinsichtlich der Aussicht aus der Küche‹); das überlästige geschäft, die überlästige beschwerde, die überlästigen leute / personen
.Wortbildungen:
überlästigen
überlästigung
Belegblock:
daß sie alle beyde zumal kommen sollten, dieweil er jhe nicht anderst von solchen vberlästigen Leuten kommen möchte.
Wir soln im auch nit wöllen, | [...] | [...] daz er [Got] ainig darumb sei | parmherczig, ablessig da pei | und mit niht überlestig.
Ebd.
233, 112
: ob der mensch uberlestigt | Seinen leib und den kestigt.
Crux, aliquando pro angore vel molestia, Für ein kestigung / vberlestigung.
so aber sömlicher buw Joß Kamerer, [...], an sim verbrachten buw sins desselben hus überlestig an der verschlachenlichen der gesicht siner kuchy gewesen wäre, darum [...].
Vberlaͤstig / so einem vberlast machet.