überlästen,
V.
– Älteres und mittleres Frnhd.; Texte gebundener Form.
1.
›etw. / jn. physisch oder mit einer Abstraktgröße überladen, überlasten‹; vgl. (Präp.) 10, .Belegblock:
Liebez kint, ich sihe wol | Daz bi wilen ist zu vol | Din herze an bosen gesten, | Die dich uber lesten.
Ich kuͦer vuͦr alder werelt guͦlt | wer mir eyn wyf in truwen huͦlt, | de aldinc keren kuͦnde zuͦ besten. | myn muͦcht gheyn leit soe oberlesten, | in muͦste nach yren hulde ringen.
Din gedencken ist zu male versert | Und ist mit dorheit uberlast.
2.
›jn. / etw. mit etw. Aufbauendem, z. B. mit Gnade, Widerstandskraft überschütten, überhäufen‹; zu (Präp.) 2, .Belegblock:
biz im
[dem
gras]
kome, also man quit, | ein vil suzer meienregen | und ein sunnenschein, di sin pflegen, | daz iz mit sterke obirlestet.