überlei,
›Differenz zwischen zwei Mengen (von Geldbeträgen, Besitztümern, auch Rechten)‹; je nach Perspektive: ›Restmenge, übrig Gebliebenes‹ oder ›Überschuss‹; vgl. (Adj.) 1; 2; 3 (ütr.),
1
(die
), s. auch .Weiteres Omd.
Belegblock:
Du kanst sehr viel der weisen wort. | Und hast noch viel recht vberley / | Aber zu fressen nichts dabey.
von dem uberlein sol man den jungkfrauen presentien geben.
Daz obirleye unde waz sy sust gelaßin hat, buth her yn zcu antwertin.
Ebd.
132, 26
: Waz auch an schulden vorhanden weren, [...], dy vorgnoget man uß den guttern mogelichin, unde daz obirleye teylin dy obgenanten zcu gliche.
von der uberlei, das uberplieben an ires bruders gutern.
Last uns fliehen vnzuͤchtigkeit, | [...] | Vnser hertzen nit beschweren, | Mit vberley essen trincken.