überlei,
das
,
auch
die
;
zur Wortgeschichte s. .
›Differenz zwischen zwei Mengen (von Geldbeträgen, Besitztümern, auch Rechten)‹; je nach Perspektive: ›Restmenge, übrig Gebliebenes‹ oder ›Überschuss‹; vgl. (Adj.) 1; 2; 3 (ütr.),
1
(
die
), s. auch .
Weiteres Omd.
Bedeutungsverwandte:
vgl. 3, (
das
) 1, 3.

Belegblock:

Peil, Rollenhagen. Froschm.
130, 2693
(
Magdeb.
1608
):
Du kanst sehr viel der weisen wort. | Und hast noch viel recht vberley / | Aber zu fressen nichts dabey.
Mitzschke, UB Bürgel (
thür.
,
1407
):
von dem uberlein sol man den jungkfrauen presentien geben.
Grosch u. a., Schöffenspr. Pössneck
43, 5
(
thür.
,
1474
):
Daz obirleye unde waz sy sust gelaßin hat, buth her yn zcu antwertin.
Ebd.
132, 26
:
Waz auch an schulden vorhanden weren, [...], dy vorgnoget man uß den guttern mogelichin, unde daz obirleye teylin dy obgenanten zcu gliche.
Kisch, Leipz. Schöffenspr. (
osächs.
,
1523
/
4
):
von der uberlei, das uberplieben an ires bruders gutern.
Kehrein, Kath. Gesangb. (
Bautzen
1567
):
Last uns fliehen vnzuͤchtigkeit, | [...] | Vnser hertzen nit beschweren, | Mit vberley essen trincken.