überleben,
V.
1.
›überleben, weiterhin leben‹ (absolut); ›eine Zeitspanne (z. B. eine Nacht) jn. überleben, länger als eine andere Person leben‹; auch: ›etw. überdauern‹; meist mit Subj. und Obj. d. P., auch mit Subj. d. S. und Obj. d. P. sowie mit Subj. d. P. und Obj. d. S.; vgl. (Präp.) 5; 6, (V.) 1; 2.Phraseme:
der konvent überlebt den abt
dient dem Ausdruck der höheren Gewichtung der Instanzen im Vergleich zu Personen.Syntagmen:
j. ü
. (absolut); j. jn. ü
. (z. B. der man seine hausfrau, Matthias den bruder, das eine gemächt
›Ehepartner‹ das andere
), j. ein stift, ein capitel den bischof ü.
; j. jm. etw. auf sein überleben
(subst.) vermachen
.Belegblock:
hab ich schier ein Stifft oder vier, mir bekant, gar nahe dreimal aus gelebt oder uberlebt, da beide, Bischoff, Thumherrn und Vicarien, hinweg gestorben sind.
Welches [elich gemechde] dann das ander vberlebet ist derselben eroberten güter ein herr.
Want hie nicht uberlebet ein nacht, | Der mit rechter schult wirt vor mich bracht.
unde beteydinget worden, welchs under yn daz andere obirlebete, daz deme, daz da lebinde blebe, alle synes vorstorbin gemaheln gud bliebin [...] solde.
Wan der selbig Mathatias uberlebt seine pruder und het ein sun.
ein ehgemächt, welches das wäre, das ander überleben und mit den kindern [...] abgetheilt hette.
Das convent überlept den apt. Ist glich etwan ein roͤuwling an einem ort, dem man etwas wenig von siner boͤse muͦß überseen.
Der von Gran gedacht nicht, das muglich wer, das ain cappittl ainen bischoff sollt uberleben.
Haus, welches
Leopold Schell, sein
vorvorder saliger, seiner hausfraun Annen ... auf uberleben vermacht. Nur 1 Beleg, mit Bezug auf den „Hintergrund der hämatischen oder enzephalomyeloischen Samenlehre“; s.
Rohland, Schäden
(Glossar).550
Belegblock:
er [der sieche] sol sich flißlich hütten vor den frauwen, das er sich nit über lebe.