überkaufen,
V., unr. abl.
für verschiedene Formen des Tätigens von Geldgeschäften gebraucht, darunter im Einzelnen (mit meist unsicherer Bestimmung): ›(Geld) aufkaufen, aufnehmen‹; ›(einen Geldbetrag) einnehmen‹; ›(Geld) einwechseln, umtauschen‹; auch: ›jn. bei einem Geldgeschäft übervorteilen‹; vgl. (Präp.) 12 (?), 1.
Gehäuft hpreuß.; zu Beginn des 16. Jhs. auslaufend; Rechts- und Wirtschaftstexte.
Belegblock:
thusunt gulden Johan Baue zu Brucke, die her obir ken Rome dem procurator obirkoufte, yo vor das pfundt grose 3 m.
von den 48 ℔ gl., dy Allexander oberkouffte von Johan wegen, wen wir dy 12½ ß beczalt haben der geselschaft des schiffes.
item 45½ mark Johanni Ghustrow, de her Cord öberkouffte, item 4 mark minus 1 firding den boten.
das mens also bestelle, das im geld in Flandern under ougen kome, und das her von dort her nicht geld dorffe obirkouffen.
die 50 ℔ grote, die noch von her Johan Hamers reise by en steen, die czu Lubek obirczukouffen czur selben sendeboten czerung behuff.
der her die (VII½ hundert) gulden sal obirkouffen und euch, [...], gewislich czur hand schicken.
so ließ man den theurn stan und kouft den wolfailn, das sich ain koufman bald über koufn möcht.