überhärten,
V.
1.
›Macht (im körperlichen und psychischen sowie religiösen Sinne) über jn. / die
sele
haben; jn. bedrängen, beherrschen, überwältigen‹; vgl. (Präp.) 2 (ütr.); 8.

Belegblock:

Luther, WA (
1537
/
40
):
das die, so in Emptern und Beruffe sindt, [...], den schwartzen, hesslichen putzen im nacken haben und grossen schaden anrichten, wo sie ihnen nicht vberhertten und unter sich werffen.
Banz, Christus u. d. minn. Seele
928
(
alem.
,
1. H. 15. Jh.
):
Sy [minnende sel] spricht: Söl ain mensch nútz denn von liden reden, es werd war? | Wie bin ich mit dir [Christus] úberhertet so gar!
Wiessner, Wortsch. Wittenw. Ring.
1970, 8296
(
ohalem.
,
1400
/
08
):
Wan der ungelert den glerten mag so wenig überherten | Sam der bloss man mag einen man | Der gantzen härnesch füeret an.
2.
›e. S. standhalten, widerstehen‹; vgl. (Präp.) 11, 3.
Bedeutungsverwandte:
vgl. 2, 24.

Belegblock:

Strehlke, Nic. Jerosch. Chron. (
preuß.
,
um 1330
/
40
):
daz sî dâ sulchir geste | vîentlîchin anestôz | nicht mochtin [...] | vurbaz ubirhertin.