überherren,
V.;
in knapp der Hälfte der Schreibungen -heren
(genaue motivationelle Zuordnung von heren
unsicher). – Wobd. / oobd.
1.
›jm. / einem Kollektiv aggressiv, mit Macht-, Überlegenheitsansprüchen verschiedener Art entgegentreten‹; im Einzelnen: ›jn. tätlich angreifen; (einer Stadt) als Herr gegenübertreten, sie seinen Herrschaftsansprüchen unterwerfen, demütigen; jn. durch hohe Ansprüche überlasten, erdrücken, überfordern‹; vgl. (Präp.) 2 (ütr.); 8; 10, 1
1 (oder 1?).Belegblock:
als [...] der redlich schultes Sigwart von den vienden uberherret, [...], an sê um mitenacht gewichen, do ist [...].
Zúlissen was zerstoͤret | und Frenyngen ouch nit fri; | Watwil wart úberhoͤret.
solt ain bischof das alles han, das er begert hat, es wär kain stat in allen teutschen landen, die also übersetzt und überhert wär, als dise erwürdige stat Augspurg müest sein.
die juͦnchfrawen komen auch nit hin: | sy sint uͤber hert mit in.
Wie nu getichtes rechtew chunst | Sich laider von mir verret, | Dez pin ich uͤberherret | Mit der unchunst mit gewalt.
Belegblock:
sin herz an schanden læret | und ûffet an den êren, | dar in in überhêren | mac niemen sunder müegen.
dan von geleicht ir
[Maria]
nyndert ein dinch | als wol als der ursprinch | der sich von dem schephen meret | vnd den prunner uͤber heret.