übergürten,
V.
›(einem Lasttier) den Gürtel der Ladung zu eng anziehen, (ein Lasttier) überladen‹; generalisiert sowie ütr.: ›etw. übertreiben‹; Belege teils als Phrasem interpretierbar; vgl. (Präp.) 1; 2; 3; 10, .
Bedeutungsverwandte:
, 3.

Belegblock:

Mieder, Lehmann. Flor.
949, 13
(
Lübeck
1639
):
Das Roß vberguͤrtet / das Kind mit dem Bad außgeschuͤtt / den Bogen vberspannt.
V. Anshelm. Berner Chron. (
halem.
,
n. 1529
):
Man soͤls gluͤk nit ubertriben und den esel nit uberguͤrten, aber gotsfuͤrchtig und fuͤrsichtig sin.
Adomatis u. a., J. Murer. Zorob.
892
(o. O.
um 1575
):
gar vil sind ir
[der
Herren
]
/ ein grosse summ | Die jaͤmerlichen sind ermürdt | doch diß ich das nit übergürt | So wil ich ein exempel stellen | üch lon die urthel drüber fellen.