überfrüen,
V.
›etw. übereilen; jn. zu früh in die Gänge bringen‹; vgl. (Präp.) 7; 10 (ütr.).
Bedeutungsverwandte:
vgl. 5; 6.
Gegensätze
(zu ersterer Nuance): ›verzögern‹.

Belegblock:

Mon. Boica, NF.
2, 1, 292, 23
(
nobd.
,
1464
):
das zwͤ glawben were, das zwͤ Staynach als leichtfertig monchen werden gewesen als castner zwͤ Cadolczpurg, die zwͤ beyden teylen ir sache als schir verlaszten als uͤberfrwͤten.
Niewöhner, Teichner
631, 116
(Hs. ˹
moobd.
,
1469
˺):
er verslefft die mess wol, | aber wenn er jagen schol | oder ain andere tumphait tuen, | so chan in nyemant uber fruͤen, | das er spricht: ‚wir schullen slaffen‘.