überfliegen,
V., unr. abl.
1.
›über etw. hinwegfliegen‹; vgl. (Präp.) 2; 3.

Belegblock:

Maaler (
Zürich
1561
):
Vberfliegen eins fliegens / offt vnnd dick über ein ding fliegen. Superuolitare, Trãsvolare.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat. (
oobd.
,
1349
/
50
):
er [storch] cläppert auch durch die übervliegenden vogel durch vorht.
Dalby, Lex. Mhg. Hunt.
1965, 246
.
2.
›jn. / etw. durch die Nähe zu Gott qualitativ überflügeln, übersteigen, übertreffen, sich gleichsam fliegend in einem höheren Seinszustand bewegen‹; vgl. (Präp.) 3; 9.
Bedeutungsverwandte:
5; 8, 3; vgl. .
Wortbildungen:
überflug
.

Belegblock:

Bihlmeyer, Seuse (
alem.
,
14. Jh.
):
Von dem aller hoͤhsten úberflug eins gelepten vernúnftigen gemuͤtes.
Vetter, Pred. Taulers (
els.
,
1359
):
si teten alle als vil als er aller guͦter werke, und er si alle also unmossen sere úber flúge und úber gienge.
Schmidt, Rud. v. Biberach
77, 20
(
whalem.
,
1345
/
60
):
noch denne si vber fliegent verstentlich sache vnd allen sin menschlicher verstenlicher beschoͮde vnd ellvͥ goͤtliche liecht [...], das ist, si werdent vereinet goͤtlicher vnbegriffelicheit.