übereinstimmen,
V.
1.
›mit jm. übereinstimmen, sich einig sein‹;

Belegblock:

Luther, WA (
1543
/
6
):
Hie stimmet Mose mit Johanne uberein, das im anfang der Creatur ein Wort sey gewest, durch welchs Gott alles gesprochen, das ist, geschaffen und gemacht hat.
Peil, Rollenhagen. Froschm.
596, 2851
(
Magdeb.
1608
):
Ohn darein stimn sie vberein / | Das jhr Beißkopff sol Koͤnig sein.
Stambaugh, Milichius. Zaubert.
6, 14
(
Frankf./M.
1563
):
die Bruͤder [...] welche inn der Gerechtfertigung unnd allen Articuln des Glaubens uberein stimmen [...] dieselbigen werden von etlichen gelaͤstert.
Vbereinstimmen / gesinnet seyn wie ein ander.
2.
›zusammenstimmen, sich entsprechen‹ (von Gegebenheiten unterschiedlicher, vereinzelt persönlicher, meist sachlicher Art, z. B. von Tönen, Reimen, menschlichen Stimmen, der Musik, Größen gesagt, die sich hinsichtlich bestimmter Seins- und Handlungsqualitäten ähneln, zusammen fungieren, eine Wirkung entfalten);
Bedeutungsverwandte:
vgl. (V.) 2.
Wortbildungen:
übereinstimmung
(dazu bdv.: 3).

Belegblock:

Luther, WA (
1533
/
4
):
Denn sie sind Menschen, darumb mus ich achtung drauff geben, ob jre Lere allenthalben mit der Lere Christi uberein stimmeund derselbigen gleichfoͤrmig sey oder ob sie dawider strebe.
Ebd. (
1537
/
40
):
Was wollen nun die verzweiffeltten Rottengeister den glauben an die Vernunfft binden, so es doch unmuglich ist, das Glaube und Vernunfft solten mit einander ubereinstimmen?
Oorschot, Spee/Schmidt. Caut. Crim. (
Frankf./M.
1649
):
die Maaß vnd weise zu procediren stimpt auch nit oftemahl mit den Rechten vberein / sondern laufft den selben bißweilen sehr entgegen.
da die Grausamkeit dieses Lasters / durch den gemeinen Consens, und vbereinstimmung der Doctoren [...] gnugsamb an den Tag gebracht [...] worden ist.
Opitz. Poeterey
11, 35
(
Breslau
1624
):
Das ferner die Poeten mit der warheit nicht allzeit vbereinstimmen / ist zum theil oben [...] erzehlet worden.
Ebd.
33, 7
:
EJn reim ist eine vber einstimmung des lautes der syllaben vnd woͤrter zue ende zweyer oder mehrer verse.
M. Cunitia. Ur. Prop. (
Öls
1650
):
Zeuch aus der / mit gegebener polus hoͤh uͤbereinstimmenden Tabula puncti Orientis, die zeiten auff den Anfang und Ende dieses bogens.
Reichmann, Dietrich. Schrr.
253, 6
(
Nürnb.
1548
):
Denn fleisch [...] behelt nun sein art / das es mit Gottes gesetz nicht vberein stimmet.
Kehrein, Kath. Gesangb. (
Nürnb.
1631
):
daß wir mit dieser ergetzlichkeit
[der
Music
]
das jenig damit streicheln [...], welchs die einigkeit vnd schoͤne vbereinstimmung deß Gemuͤhts vnnd der Affecten vnruhig machet.
[dz man] solche Lieder gebrauch die mit den Geheymnussen, welche man selbige zeit betrachtet, vbereinstimmen.
Ebd. (
München
1586
):
Die Lieb ist gleich helt alls gemein, | Durchauß stimmen sie
[die Heiligen]
vberein, | Was sonst eins jeden eigen ist.