überdrus,
überdrüssig,
Adj.;
formal zu (mit Vokal der Schwundstufe) bzw. (der
); semantisch schwer motivierbar.›e. S. überdrüssig, übersättigt; genug von etw. habend, gleichgültig gegenüber e. S., nicht mehr aufnahmebereit, hinsichtlich e. S. nicht mehr interessefähig‹.
Belegblock:
Auff der ander seiten die uberdruͤssigen rottengeister und lustern, leichtfertige hertzen mit aller lisst des teuffels da widder kluͤgeln.
Ja wir werdens dazu uberdruss und schlahens inn wind, als hette es [...] ein schuster gered.
Des kindlins söllenn wir uns frewen unnd sein nitt satt noch uberdrus werden.
Entzeuch deinen fus vom hause deines Nehesten / Er möcht dein vberdrüssig
[
so du wirdest gesattMentel
1466: ;
maßleydigFroschauer
1531: ;
das er dein nit gnuͦg habEck
1537: ]
vnd dir gram werden. Vnd kompt jtzt das seculum vnd zeit wider / das man des Himlischen Manna auch vberdruͤssig [...] wird.
si ist ein schif und ouch ein ruder | und ein adelanker zu der not | und ein wol spisende brot, | des nimant obirdruzzig wirt.
Keinen geringen Verzug verursachte das wütende Meer / denn solches / gleich als ob es der langwuͤrigen Belaͤgerung uͤberdruͤssig waͤre.
Ich bit, wölst nit sein uberdrüssig, | Daß ich heimsuch die weißheit dein.
das wir aller creaturen / sie sey so edel als sie wolle / muede / satt und uberdruß werden.
O dencket mir nichts von Weibern, laßt sie, wo sie sind, [...], wir sind deren so vberdruͤssig vnd müde, daß einem davor billich angsten solte.