überdriessen,
V., unr. abl.
›e. S. seinen Willen aufzwingen, etw. beherrschen‹; vgl. (Präp.) 2; 8, mhd.
driessen
(; Mwb
).1, 1369
Wortbildungen
mit Vokal der ersten Hochstufe zum Verb: überdries
der
) ›Überdruss‹; Belegblock:
So yhr vberdruͤssig wolt werden zu lesen, so hoͤret auff, das nicht dieser vberdries euch zu letzt eyn grewel vnd egkel mache.
Rotten [...], die des Euangelij uberdrossen und der grossen gnade nicht mehr achten.
wir armen elenden leute werden so bald allzu gelert und dazu so satt, muͤde und uberdrossen, das wir nicht mehr lust noch liebe dazu haben.
Wir, die wirs so reichlich und vol auff haben, sind lengest satt und uberdrossen.
her wolt daz wazzer obirdrizen | so daz iz lize sin vlizen.