überdringen,
V., unr. abl.
1.
›jn. räumlich bedrängen, umdrängen, wegdrängen, in seiner Bewegung beengen, beeinträchtigen‹; vgl. (Präp.) 1; 2; 3, (V.) 1; 2.Belegblock:
uß den scharwachtern, saltzladern, [...], weinlustern und waybeln süllen am eynreytten des kaysers zuͦ zwölf lanngen stangen verordnot werden, davor ze sein, domit an bayden ortten der gassen die herren nit uberdrungen werden.
2.
›jn. nötigen, (auch militärisch) angreifen, überfallen, überwältigen, bezwingen, besiegen, unterwerfen‹; bei Wendung ins Positive am ehesten hier als Ütr. anschließbar: ›jn. mit etw. (z. B. mit Lob) überhäufen, überströmen‹; vgl. (Präp.) 2; 3, (V.) 1.Syntagmen:
j. jn. ü
. (z. B. gewaltiglich, harte, note, mit macht, mit lob
), der tod js. gewalt / stärke ü
.Belegblock:
ich laze iz an ein heil geloubet, | also gener der vichtet obir houbet | und sich lezet note obirdringen.
Vil küng, fürsten und starcke held, | [...]. Ihr sterck und gwalt er [tod] uberdrang.
ob die, so zuͦ dem sturm gehortent, woͤltent úbertrungen werden.
also als si [creaturen, engel ...] mit minnenklicher begerunge durch al begegent, das si mit lobende so úber tringet si alle.
Do wurden überdrungen | die Troyer so mit macht.
ob ain auflauf außkam, [...], so sollen die andern all zuelaufen und treilich beistehen, ob man den ubertringen oder zu kurz wolt thuen.