überdrus,
auch
überdruz
(Intensivbildung), der
.›Überdruss, Langeweile, Unlust an e. S. durch zu lange und intensive Befassung mit ihr bzw. aufgrund von Überangebot und Überfülle‹;
vgl. .
Hohe Belegdichte bei
Luther.
Belegblock:
[das menschlich hertz] vorwicklet und vorklebet sich zu tiff yn den zeytlichen dingen, darauß dan folget uberdrutz und unachtsamkeyt der ewigen guͤter ym hymell.
Man habe nie nichts von der verheyssung ynn der Messen recht predigt, So man doch ynn seynem land solchs biß tzum uberdruß predige.
Ebd.
253, 7
: das luͤgen maull, das hie sagt, es habe diße verheyssung gehoͤret biß tzum uberdruß, verleucket hynden nach [...].
das bey den unsern solche buͤchlin schier ein uberdrus worden sind, und die kinder allenthalben auff der gassen gnugsam davon singen.
Uber das schlehet mit zu das schendlich laster und heymlich boese geschmeis der sicherheit und uberdrus, Das viel meinen, der Catechismus sey ein schlecht geringe lere.
Schlecht und geringe ists, was Gott macht, und veracht bis zum uberdrus und unlust.
Vberdruß / m. vberlast [...]. Vberdruͤssig. Fascheux, Ennuyeux [...], Molestus.
Die fuͤll erweckt kein vberdruß, | [...] | Seind guͤrig, essen fruͤ vnd spat, | Essen, vnd seind doch jmmerdar saat.