überbilden,
V.
›durch
entbilden seiner selbst, sich mit minne zu got fügen
, durch Aufgabe jeder Qualität in eine Seinsform eintreten, die als vergessenlichkeit [...] zeitliches lebens
, als klarheit der gotheit
, als Existenz in der gotheit
, als ein mit got sein
ertextet wird‹; vgl. (Präp.) 2; 10, 2; 4; 5.Texte der Mystik; 14. Jh.
Syntagmen
(jeweils im Part. Prät.: Seins-, Werdens- / Handlungspassiv): j. von gottes geist, in dem sone, in der götlichen einförmigkeit, in das bild Christi, in der gotheit, in got, in gottes willen, von klarheit zu klarheit überbildet werden, in die ewigkeit, in die götliche günliche, von gottes ewigkeit überbildet sein, die (menschliche) natur in das götliche bild überbildet sein, der mensch von dem götlichen liechte überbildet werden
.Belegblock:
daz ist ein gereht mensche, der in die gerehticheit îngebildet und übergebildet ist.
der gereht minnet alle / ding gotlich in der gerehticheit. / Vnd dar vm, wild du nach ir / vnd vber gebildet werden so bild / niht in dich weder lon noch / selicheit noch heilicheit noch / zeit noch ewicheit.
dar umbe, als sich der mensche mit minne ze gote blôz vüegende ist, sô wirt er entbildet und îngebildet und überbildet in der götlichen einförmicheit, in der er mit gote ein ist.
also ist die menschliche natür überbildt in dem das sie worden ist / in das gottliche bildt / das dar ist einn bildt des vatters.
Der sehste grât ist, sô der mensche ist entbildet und überbildet von gotes êwicheit und komen ist in ganze volkomen vergezzenlicheit zerganclîches und zîtlîches lebens.
Ein gelassener mensch muͦss entbildet werden von der creatur, gebildet werden mit Cristo, und úberbildet in der gotheit.
Hie
[im
geist]
wirt der mensch úberbildet von dem goͤtlichen lichte in der heinlichkeit, die nieman kan gemerken, denn der es hat enpfunden.