über|2reichen,
›jn., einen sozialen Stand beherrschen, übermächtigen, an Macht, Würde übertreffen; jn. überbieten, überragen‹; vgl. (Präp.) 1; 2; 3 (ütr.); 8,
2
1.Syntagmen:
j. den feind ü., der Antichrist Christum ü
. (wollen), (Christi) natur
(Subj.) etw. (engel-, menschenweise) ü., kein schaz ein weib ü., der adel den geistlichen stat ü
. (z. B. in fronen, steuer, zöllen
).Belegblock:
[der
Antecrist]
wil also vil gewaldic | Vorder wesen an der gewalt | [...] | Und wil Crist ober richen | Salomone glichen. damit die nature wart | ledic von velliclicher art | in menschenwis hie gewetet | in engelwis dort gestetet, | und die san uberrichet, | went sie dem vater glichet | an siner hoen maiestat.
eyn zúchtich wyf an wandels scarte | de enkan gheyn scatz nicht overrychen.
Des halb ein mensch ist worden Got | den feint zu uber reichen.
da gegen verschweigest / warin der adel den geistlichen stat mit sampt den stetten vnd der puerschafft vber reichet / in stüer / bet / fronen / zoͤllen.