übeltun,
V.,
unr.; teils Zusammen-, teils Getrenntschreibung; nicht sicher entscheidbar, ob übel-
als Subst.
oder Adj.
/ Adv.
zu verstehen ist.›gegen die weltliche und religiös begründete Ordnung, auch gegen die ungerechte Machtordnung handeln‹; oft subst.; vgl. (Adj.) 1; (
das
) 2; 3, (V.) 1; 2; 3.Gegensätze:
.Wortbildungen:
übeltätung
Belegblock:
und hast uns in di hende ungerechtir, snodir, obiltunder
[
der vbergeerMentel
1466: ;
sündigenDietenberger
1534: ;
der sündigstenEck
1537: ]
viende gegeben. Der mensche hât einen vrîen willen, dâ mite er gekiesen mac guot und übel, und leget im got vür in übeltuonne den tôt und in woltuonne daz leben. Der mensche sol sîn vrî und ein herre aller sîner werke und unzerstœret und ungetwungen.
Vbelthun od’ unkeuschen. p’stituere i. luxuriari. od’ ein frauñ od’ tochter in das hurhauß lassen vmb einen snoden gewin.
Die vbel tuͦer
[nd. Bibel um 1478:
De toeuenersche;
zaubererDietenberger
1534 / Eck
1537: ;
ZeuberinnenFroschauer
1531 / Luther
1545, 2. Mose 22, 18: ]
laß nit leben. Welcher do vnkeúscht mit dem viche: der sterbe des todes. noch wachsent vil die vnkeuschunge iezabel deiner muͦter: vnd ir vbelthuͦunge
[
vergiffte werckDietenberger
1534: ;
ZeubereyFroschauer
1531 / Eck
1537 / Luther
, 1545, 2. Kön. 9, 22: ].
Dein vbelthuͦung
[
schalckheytFroschauer
1531: ; Var. 1475
bosheit2
–1518 / Wormser Proph.
1527 / Eck
1537 / Luther
1545, Jer. 2, 19: ]
die straff dich: vnd dein abkerung die berespt dich. Nero sach in ains mals an vnd gedacht an die schleg, die er im in seiner jugent het gegeben, vnd er zurnet vnd begert ain rach vmb solh v̈beltätung.