süsmütig,
auch:
süsgemütig,
Adj.
›jn. liebend, jm. gegenüber nachsichtig, demütig‹; verstanden als Abbild der Zugewandtheit Gottes gegenüber den Menschen im Menschen;
vgl. 5, .
Bedeutungsverwandte:
2, 1, 3; 4.

Belegblock:

Ziesemer, Proph. Cranc. Bar.
5, 4
(
preuß.
,
M. 14. Jh.
):
vrede der gerechtekeit und ere der suzemutekeit
[
Mentel
1466:
miltikeit
; Var. 1475
2
–1518:
guͤtigkeit
;
Froschauer
1530 /
Eck
1537:
gotsforcht
;
Luther
1545, Bar. 5, 4:
gottseligkeit
]
irhebe dich, Jherusalem, und stant uf dy hoe.
Vetter, Pred. Taulers (
els.
,
E. 14. Jh.
):
[die senftmuͤtige miltekeit] machet in [den menschen] suͤssemuͤtig gegen sime nehsten in allen dingen, in worten und in werken.
Bihlmeyer, Seuse (
alem.
,
14. Jh.
):
daz du mit dinem suͤzmuͤtigem herzen und mit dinen senftmuͤtigen worten und guͤtlichem antlúte der andren úbli úberwindest.
Vetter, a. a. O. ;
Piirainen, Stadtr. Sillein
447
.