süneleute,
Pl. t.
›diejenigen (gewählten, wohl hochgestellten) Personen, die eine 1 aushandeln, ihre Rechtsförmlichkeit (z. B. durch Anbringung eines Siegels) und Rechtsgültigkeit garantieren, deren Einhaltung überwachen, in Streitfällen rechtsgültig entscheiden‹.
Rechts- und Wirtschaftstexte.
Bedeutungsverwandte
(bzw. Orientierungsfeld): 1, , , ; vgl. 2.

Belegblock:

Foltz, UB Friedb. (
hess.
,
1387
):
Und han des [...] zu eyme ewigen geczugnusse [...] darzu gepedin di obgenanten unsir sunlude.
Behrend, Magd. Fragen (
omd.
,
um 1400
):
wy lange sy
[Var.:
die korlewthe ader sunlewthe
]
dy sache sullen under halden und habin zcu berichten von rechte.
Kisch, Leipz. Schöffenspr. (
osächs.
,
1523
/
4
):
Nun pitt ich ein recht zu sprechen, seintmal das die suneleute landesherren sein von Eylenburg.
Bindewald, Texte schles. Kanzl.
38, 9
(
schles.
,
1380
):
Wir [...] Bekennyn [...], das yn die berichtung, dye wir zwischen den Erwirdingin (!) herrin, [...] an eym teile, Hern Wolfram von Panewicz, Hern Hentschiln [...] von dem andirn teile geteidinget vnd gemachit habn̄ als dy gekorn fruntliche sunloute von beidin teilen [...] der Erber man her Daniel [...] nicht ist [...] genomen.
Ebd.
157, 10
(
1374
):
wy dy vorgen̄ sunlute vnd entscheyder dy entschitunge machen, sprechen, entscheyden vnd vorrichten, das gelob ich vnd wil das stete vnd gancz halden.
Struck, Cist. Marienst.
699
;
Behrend, a. a. O. ;
Kisch, a. a. O. ;
Bindewald, a. a. O.
38, 9
.