süne,
die
,
sun,
der
;
zu
mhd.
suon
(
der/die
) und
süene / suone
›Urteil [...]‹
();
ausgeglichene Belegfrequenz für beide Formen; alle Normalisierungen auf
süne
ausgerichtet.
1.
›Schlichtung, Verhandlung selbstverantwortlich Tätiger mit dem Ziel der Versöhnung, Aussöhnung miteinander im Streit Liegender nach vorausgegangener Unrechtsbezichtigung‹; resultativ: ›rechtskräftig zwischen den Handelnden getroffene vertragliche Vereinbarung‹; dazu metonymisch: ›Zustand friedlichen Miteinanders, Ruhe, Friede‹ sowie ›Friedenspflicht für die ausgehandelte Vertragszeit‹; teils Öffnung zu: ›Vertragsdokument‹; vereinzelt: ›geheime Absprache, Sprachregelung (auch zur Täuschung von Dritten)‹; ütr. und speziell: ›Vertrag zwischen Gott und dem Menschen‹; vereinzelt mit gen. explicativus:
der treue süne
›Treue‹.
Zur Sache unter rechtsbezüglichem Aspekt:
Lex. d. Mal.
8, 297
.
Oft rechts- und wirtschaftsbezügliche sowie narrative Texte, auch Texte der Sinnwelt ‚Religion / Didaxe‘.
Phraseme:
friede und süne
;
ein sünlein mit jm. / miteinander stechen
›sich mit jm. versöhnen / vertragen‹ (wohl mit leicht abwertender Nuance; s.
Schmidt, Hist. Wb. Elsaß
).
Bedeutungsverwandte
(bzw. Orientierungsfeld): 2, 2, 2, 7, 1, 2, 2; 3, , , (
das
) 5; 6; 7, 3, 3, 1; 4, , , , .
Gegensätze:
1
1; 2, , (
der
) 9, 3,
1
1, (
die
) 3; 4, .
Syntagmen
(die / eine) s. abreden / angehen / aufnemen / (be)teidigen / beweisen / (er)halten / erlangen / erzeugen / geloben / machen
(z. B.
gegen got, gegen dem volke, zwischen jm
.) /
suchen / schwören
(z. B.
auf den heiligen, für die freunde
) /
treffen / tun / versuchen / haben
(z. B.
nimmer mer, mit jm., von seinem weibe
),
jm. s. lassen
;
die / eine süne
(Subj.)
volkommen
›eintreten‹,
nicht lange wären
, [wann, wie]
beschehen, stäte sein (sollen)
;
sich der s. schämen
;
j. der s
. (Kasus unsicher)
ausgehen
(z. B.
wieder recht
);
an der s. bruchhaftig werden, sich auf eine s. ziehen, den krieg auf s. verriegeln / verschliessen / versiegeln, bei s. bleiben, das reich durch eine s. entfangen, in / mit s. leben, krieg und urlaug in s. bringen, jn. in eine s. ziehen
›aufnehmen‹,
um s. werben, zu einer s. kommen, etw
. (Subj., z. B.
eine unruhe
)
sich zu s. richten, etw
. (Subj.)
zu s. und friede sein, der has sich zur s. wenden, jm. zu s. bieten, das [...]
;
die s. (des) friedes
;
die s. zwischen burg und stat
;
die gewönliche / gute / neue / stäte s
.;
die besserung der s
.
Wortbildungen:
sunbrief
›Vertrags-, Vergleichsurkunde‹ (Gw zu 1),
sünesache
›Gegenstand einer
süne
‹,
sunmacher
›Schlichter‹ (dazu bdv.: ; vgl. 3, , , 1, ),
sunstag
›Tag des Jüngsten Gerichtes‹.

Belegblock:

Helm, H. v. Hesler. Apok. (
nrddt.
,
14. Jh.
):
vumf buchstabe, | Dar die wort alle lut abe | Nemen die man gesprechen mac | Von hinnen biz den sunes tac.
So muge wir im [Got] getruwen | Daz wir werden sunder clage | Vunden an dem sunes tage.
Große, Schwabensp. (Hs. ˹
nd.
/
md.
,
um 1410
˺):
wir sollen mit vrede vnde suͤne mid eyn ander lebon.
Schöpper (
Dortm.
1550
):
Reconciliatio. Versuͤnung Sune Versuͤn rachtung vertrag.
Toeppen, Ständetage Preußen
1, 430, 1
(
preuß.
,
1425
):
dorynne der rath von Calmern begert, das dy zune und vorrichtung, dy gemacht ist [...] gehalden werde.
Luther, WA (
1545
/
6
):
NOch ist da kein suͤne noch guͤete zu erlangen, und so sie zuvorn unter sich selbs keine einigkeit gehabt, so lauffen sie doch jtzt zu samen, stehen alle fur einen Man wider uns.
Leman, Kulm. Recht (
Thorn
1584
):
Von broche gelobeter sune in gehegetem dynge. [...] Vnd der burge der vor dy sune gelobit hatte, mus dy sune broche bussen myt eyme wergelde.
Klett, J. v. Soest
7, 896
(Hs. ˹
wmd.
,
1470
/
80
˺):
und wurt der koning durch syn soen | das rich von uch tzu lehen ontfoen.
Ebd.
11, 3138
:
nyt bessers dyss mol mog wyr don, | dan das wyr treffen flucs eyn zon.
Chron. Köln (
rib.
, Hs.
1. H. 15. Jh.
):
ir heisset van Colne buschof, here, | der soenen endurft ir uch neit schamen.
up einen gueden mendeldaich | volquam de soine und geschaich.
Valli, Baldemann
385
(
rhfrk.
/
nobd.
,
um 1350
):
Si [Zwelfboten] konden mit ir predigen, | Si konden binden ledigen, | Gen gote manchem machen suͤn, | Des nuͤ dye bebst mit flizz nicht tuͤn.
Rueff, Rhein. Ostersp.
876
(
rhfrk.
,
M. 15. Jh.
):
last uns den rittern als libe thun, | die machen uns geyn dem volck eyn sun | und sprechen, er sy nit erstanden, | die jungern die syen heymelich gangen.
Ebd.
2237
:
[din sunde clagen] daz saltu alle helge tage thun | so machstu dir geyn gode eyn sun.
Chron. Mainz (
rhfrk.
,
15. Jh.
):
Diser her nach geschreben sunbrief hat bededinget der drier stede frunde Wormße, Spiher und Frankfort.
doch mit beheltnisse daz die alden sunbriefe in allen iren begreff kreftig und mechtig virliben sullen.
Schmidt, UB Halberst. (
omd.
,
1379
):
daz die edeln [...] graven [...] uns bruchhaftig wurden an der sune. die [...].
Jahr, H. v. Mügeln
2232
(
omd.
, Hs.
1463
):
wo tugent von naturen wer, | so wer kein mensche tugende ler | und möcht ouch anders nicht getun | wann trüwe, recht, frid unde sun.
Thiele, Chron. Stolle (
thür.
,
3. Dr. 15. Jh.
):
Wir [...] sollen ouch mit unssern vienden unnd widderwertigen, [...], keinen frede, vor tragk noch sune uff nemen.
Kisch, Leipz. Schöffenspr. (
osächs.
,
1523
/
4
):
ap ich die sune gezeugen moge mit leuten, die [...] unbechulden sein an irem rechten, [...]. Hierauf: Also getane berichtung mag kein sunesach geheißen. Nachdemmal aber N. diser sachen entscheidung vor ein sunesach zu gezeugen vor gericht on widersprach geteilt ist, so [...].
nun fragt Kattitzsch und sein vorredner urteils nach rechte, ap kein man ime moge gehelfen, die sune erzeugen, er pringe dan seinen man vor sich vor gericht, als recht ist.
das der helt nicht bei der sune nach rechte, wan sie heran wollen leiden ir wergelt.
Bindewald, Texte schles. Kanzl.
18, 25
(
schles.
,
1317
):
Wir habin ouch dy vorbenante ebenunge vnde sune uf den heyligin gesuorn.
Palm, Veter Buoch (
schles.
, Hs.
E. 14.
/
A. 15. Jh.
):
Der eine erwelte im ein lebn, das er krieg vnd vrlouge in svne brechte.
Pyritz, Minneburg
2213
(
nobd.
, Hs.
um 1400
):
wer mynt an muͦtes brunst, | Der ist falsch, wann er mynt an gunst | Und an aller truwen suͤn.
Chron. Nürnb. (
nobd.
,
1440
):
da aber keinrley sune noch bessrung derselben ding gefunden ward.
Voc. Teut.-Lat.
o vr
(
Nürnb.
1482
):
Hynleger oder sunmacher. conducator.
Chron. Strassb. (
els.
,
1362
):
Do daz künig Otacker von Behemen vernam, do brach er sinen eit und die suͦn die er hete mit künig Ruͦdolf gemaht.
Do disen unfrieden nieman kunde versunen, wie daz vil frummer lüte umbe suͦne wurbent, do [...].
Merk, Stadtr. Neuenb. (
nalem.
,
1281
):
das súlen wir ein ander kúnden und sol dar nah dú suͦne sehs manode stéte bliben.
Ebd. (
1368
):
Dise suͦne und rihtuͦnge beschach und wart dirre brief gegeben an dem nehsten dunrstag.
Rennefahrt, Stadtr. Bern (
halem.
,
1393
):
das kein eitgenosse dem andern [...] mit gewalt in ir huͥser louffen suͥllent und ieman das sine do inne nemen, es sie in kriege, in friden oder in suͦne.
Dierauer, Chron. Zürich
57, 11
(
halem.
,
1415
/
20
):
das die richtung unverzogenlich ain frúndlichen ustrag gewunne uf ain getrúwen gerumten frid oder uf ainen steten suͤn.
V. Anshelm. Berner Chron. (
halem.
,
n. 1529
):
dass ganz not und vast guͦt waͤr, ouch nach goͤtlichen und natuͤrlichen geboten und gesetzen, frid, ruͦw, suͤn und frintschaft, [...] anzenemen.
Morrall, Mandev. Reiseb.
96, 2
(
schwäb.
,
E. 14. Jh.
):
daz ir und als úwer geschlecht biß an die núnde sippe númer me soͤllent frid und suͦn gehaben.
Sappler, H. Kaufringer
13, 346
(
schwäb.
, Hs.
1464
):
[mein weib] die hat ew
[einen
pfaffen
]
gehalsen vil, | küßt und züngelt oun endes zil, | das haist ewch eitzo mer tuon, | oder ir habt von mir nicht suon.
Primisser, Suchenwirt (
oobd.
,
2. H. 14. Jh.
):
Vorschreyben und vorsigeln, | Vorsliezzen und vorriegeln | Chund er di chrig auf friedes suͦn.
Grossmann, Unrest. Öst. Chron. (
oobd.
,
3. Dr. 15. Jh.
):
Das was zu paiden tailn vast ungleich zu frid und suen und der tag verging an alle richtung.
Steinberger u. a., Urk. Hochst. Eichst.
81, 28
(
noobd.
,
1312
):
Uber daz alles han ich gesworn ain gewoͤnlich suͤne fur mich unde fur alle mine frunde.
Spiller, Füetrer. Bay. Chron. (
moobd.
,
1478
/
81
):
Alls aber sölich unleidlich beswärung und unrue sich kainen weis wolte zu kainer suen richten, wurden die land ains zu paiden tailen, das [...].
Munz, Füetrer. Persibein
85, 6
(
moobd.
,
1478
/
84
):
ia, ob er es zu stäter kanschafft mainet, | wollt er der suene sprechen.
Frantzen u. a., Kölner Schwankb. ;
Bergmann, Ambr. Liederb. ;
Löscher, Erzgeb. Bergr.
105, 19
;
Bindewald, a. a. O.
56, 37
;
Williams u. a., Els. Leg. Aurea
1, 20
;
Bernoulli, Basler Chron. ; ;
Gagliardi, Dok. Waldmann
2, 61, 32
;
Tobler, Schilling. Bern. Chron. ;
Jörg, Salat. Reformationschr.
747, 15
;
Wyss, Luz. Ostersp.
6928
;
Haltaus, Liederb. Hätzlerin ;
Sappler, a. a. O.
4, 381
;
5, 744
;
15, 50
;
18, 142
;
Steinberger u. a., a. a. O.
133, 35
;
Barack, Zim. Chron. ;
Auer, Stadtr. München ;
Bastian u. a., Regensb. UB
173, 9
;
Fichtner, Füetrer. Trojanerkr.
265, 7
;
516, 7
;
Spiller, a. a. O. ;
Voc. Teut.-Lat.
ff vjv
;
Schmidt, Hist. Wb. Elsaß ;
Vgl. ferner s. v. 8, 1, 1.
2.
›Buße, Strafe für ein Vergehen‹.
Bedeutungsverwandte:
1
2; vgl. 4.

Belegblock:

Loesch, Kölner Zunfturk. (
rib.
,
1410
/
27
):
derselve underkuefer, [...], der sall dat gelt desselven daichs mit der soenen, as hei dat vurder untfangen hedde, dem koufman vort usrichten.
Behrend, Magd. Fragen (
omd.
,
um 1400
):
kumpt keyn swertmog bynnen jare und tage, [...], so mag der richter redeliche sune nemen unde das keren an synen nuez.
Vock u. a., Urk. Nördl.
2447
(
schwäb.
,
1449
):
Haincz Sträwbinger [...] schwört der Stadt Nö (No) Unart und Missetat wegen (
unfür und verhandlung
) Urfehde (
gancz sön und urfeh
).
Gereke, Seifrits Alex.
7285
(
oobd.
, Hs.
1466
):
das lannt wolten sew gewynnen | und vertreyben mich von hynnen: | die pring mit mir zu ainer suen.
Vock u. a., a. a. O.
2433
.
3.
›im AT präfigurierte bzw. als präfiguriert erkannte, von Jesus Christus vollbrachte Sühneleistung gegenüber dem der Sünde verfallenen Menschen‹; damit: ›Versöhnung des Menschen mit Gott‹; ›Vergebung der Sünde des Menschen allgemein wie des einzelnen, Reue empfindenden und Buße übenden Menschen‹; teils als ›Gnadengabe Gottes‹ tropisiert; in einzelnen Wendungen (z. B. in
den willen
Gottes
tun
) klingt der Mensch (darunter die Jungfrau Maria) aufgrund von Eigenleistungen (z. B.
pönitenz
) als zum mindesten mitwirkendes Sühnesubjekt an.
Zur Sache:
LThK
9, 1964, 1152
ff.;
Lex. d. Mal.
8, 295
.
Gehäuft Texte der Sinnwelt ‚Religion / Didaxe‘.
Bedeutungsverwandte
(bzw. Orientierungsfeld): , 1.
Syntagmen:
j. s. gewinnen / hoffen / empfangen
(
durch Christum
),
j. s. machen
(
übermits penitentie
),
j. jm. s. machen
(
gegen den vater
; s. dazu den Kommentar zum Beleg
Wiessner
),
ave [Maria] jm. s. bringen, got (jm.) s. geben, den sündern s. haben, j. gottes s. erlangen, js. sünde des herren süne haben
;
jn. zu (Christi) s. gewinnen
;
die s. gottes, die s. zwischen dem menschen und got, dem vater
;
die ewige / ganze s
.;
das / die urkunde der s
.
Wortbildungen:
sünegicht
ein an
süne
erinnernder bzw. zu
süne
aufrufender religiöser Feiertag (zum Gw vgl. 1),
sünlich
2 ›ausgleichend, versöhnlich gemeint‹ (auf Opfergaben im alttestamentlichen Sinne bezogen; dazu bdv.: 1; 2, , 3),
sünopfer
wohl ›Opfer für die Heilung des gestörten Verhältnisses zwischen Mensch und Gott‹ (nach den Vorstellungen des AT und NT),
sunzeichen
(auf den Regenbogen bezogen als Zeichen der Versöhnung zwischen Gott und dem ).

Belegblock:

Ziesemer, Proph. Cranc. Mal.
2, 13
(
preuß.
,
M. 14. Jh.
):
das ich vurbas nicht me see zu deme opphir und das ich nicht me neme sunelichis
[
Mentel
1466:
geuellichs
; nd. Bibel um 1478:
wat beheghelikes
;
Wormser Proph.
1527:
mit lust
;
Froschauer
1531:
angenaͤms vnd wolgefelligs
;
Eck
1535:
gab
;
Luther
1545:
etwas angeneme
]
von uwer hant.
Luther, WA (
1529
/
32
):
Sie sind auch bitter, hessig und grimmig, das kein gnade noch suͤne zu hoffen ist.
Meijboom, Pilgerf. träum. Mönch
2650
(
rib.
,
1444
):
Den krieget syns selfs conscientie, | He en mache sone overmitz penitentie.
Kehrein, Kath. Gesangb. (
Köln
1582
):
Brandopffer guͦt schuldiger pflicht, | Hastu dißmal gefordert nicht | Auch kein suͤnopffer fuͤr die suͤnde.
Neumann, Rothe. Keuschh.
994
(
thür.
,
1. H. 15. Jh.
):
nummer sal man gotes vorgessen, | der sune gebit ungemessen | unnd beheldet den menschen bis an syn ende.
Pyritz, Minneburg
4962
(
nobd.
, Hs.
um 1400
):
durch din liden, daz du lid, | Gib mir iren [der frawen] sun und iren frid!
Asmussen, Buch d. 7 Grade
423
(
nobd.
, Hs.
A. 15. Jh.
):
Du geistlich mensch, sag mir, | ob unser herre sprech zu dir | mit parn ploßen worten, | die fleischlich oren horten: | Umb / alle dein sunde hab mein sun.
Fischer, Folz. Reimp.
39, 787
(
Nürnb.
1479
):
Gib deiner kirchen frid und sun, | Der du [...] | [...] wurdest mensch hie in der frist, | Die sünd tilgen.
Sachs Anm. (
Nürnb.
1564
):
Wer von hertzen nach frömbkeit stellt, | Und höret auff unrecht zu than, | Das ist ein recht sünopffer schon.
Bihlmeyer, Seuse (
alem.
,
14. Jh.
):
Nim hin ze einem urkúnde einer gantzen suͦne min gemahelvingerlin
[Jesu Christi]
an din hand.
ich wil minen bogen zerspannen in die lúfte, den wil ich an sehen, und der sol sin ein suͦnzeichen enzwischen mir und dem ertriche.
Adrian, Saelden Hort
612
(
alem.
, Hss.
E. 14.
/
15. Jh.
):
sam ús Eva warf der nider, | ave braht ús ze suͦne wider.
Vetter, Pred. Taulers (
els.
,
1359
):
Jhesus Christus [...] starb an dem krúze. Do machte er ein gantze suͦne zwischent dem menschen und sinem himelschen vatter.
Williams u. a., Els. Leg. Aurea
259, 20
(
els.
,
1362
):
Do von ist Cristus der priester, durch den wir die ewige suͦne hant enpfangen.
Rieder, St. Georg. Pred. (Hs. ˹
önalem.
,
1387
˺):
won der unfrid der úns von hern Adams ziten waz untz an daz zît daz Got mentsch wart, do moht nieman zu suͦne komen.
Plant u. a., Main. Naturl.
298ra, 4
(
ohalem.
, Hs.
E. 14. Jh.
):
Noch danne sint sehz hohzit der abint man vasten sol. Wihe naht. Pfingsten. Synegiht.
Wiessner, Wittenw. Ring
2122
(
ohalem.
,
1400
/
08
):
Ich mach dir gen dem vatter suon
(hier in obszöner Umdeutung).
Stammler, Berner Weltger.
735
(
ohalem.
,
1465
):
Den sünder muͦs ich [Maria] vaste minnen | Vnd in zuͦ diner suͦne gewinnen.
Kottinger, Ruffs Etter Heini (
ohalem.
,
1538
):
wett ich nun gar kein sorg nit han, | wie man den sachen wurde thuon, | das wir erlangtind gottes suon.
Maaler (
Zürich
1561
):
Suͤnopffer / Das versuͤnung bringt. Placamen, Procuratio.
Sappler, H. Kaufringer
16, 537
(
schwäb.
, Hs.
1464
):
wie süll wir arme hie auf erden | vor im [got] dann haben frid und suon.
Kummer, Erlauer Sp. (
m/soobd.
,
1400
/
40
):
wie well wıͤr tuͦn, | das got den suͤndern wil haben suon.
Banz, Christus u. d. minn. Seele
126
;
268
;
Wyss, Luz. Ostersp.
38
;