stümen,
V.;
zur Einordnung s. .
›jn. beruhigen, besänftigen, beruhigend auf jn. einwirken‹; intrans. auch: ›sanft wehen‹.
Bedeutungsverwandte:
1 (auch in der Form
sächtigen
); vgl. , 2, 4, ; zur intrans. Variante: .
Wortbildungen:
stümheit
,
stümigkeit
›in religiöser
gelassenheit
bestehende innere Ruhe‹ (dazu bdv.: 3, 2, ).

Belegblock:

Ruh, Bonaventura
334, 9
(
oschwäb.
,
2. V. 15. Jh.
):
das sechs staffel sind, [...] biß man zuͦ volkomenhait kom, vnd ist der erst suͤßigkait, der ander begierlichait, der drit sattigkait, der vierd trünckenhait, der fünfft sicherhait, der sechst stomigkait.
Schmitt, Ordo rerum
500, 45
(
oobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
Tranquillitas stüemhait oder stillhait.
Ebd.
670, 18
:
senftigen [...] sechtigen [...] jdem senfftmuͦtigen [...] jdem vel stümen waihen.
Nyholm, Füetrer. Gralepen
68, 2
(
moobd.
,
1473
/
8
):
Do der fŭrst hoch geruͤemet in ritterschaft suss strebt, | vil mangen frechen stuͤemet, dez lob vor lang in hochen wierden schwebt.