Helm, H. v. Hesler. Nicod.
(
nrddt.
,
14. Jh.
):
Von der rurde siner [Jesus] wete | wart sie [Veronica] als ein visch gesunt.
Pfefferl, Weigel. Ges.
15, 19
(
Hamb.
1646
):
Derhalben dieweil sie [die vernunfftige Creatur] rühret mit ihrem Häupte die Ewigkeit.
Luther. Hl. Schrifft.
1. Mose 28, 12
(
Wittenb.
1545
):
Vnd sihe / eine Leiter stund auff erden / die rüret mit der spitzen an den Himel.
So bald jn [Weinstock] der Ostwind rüren wird
[
Wormser Proph.
1527 /
Froschauer
1531:
anweyhet
anriehrt
]
/ wird er verdorren / auff seinen furchen.
Peil, Rollenhagen. Froschm.
524, 561
(
Magdeb.
1608
):
wenn sie gleich muͤssen vorweichen / | Koͤnnen sie den Feind so beschmeichen / | Das alles verfault was sie ruͤren.
Quint, Eckharts Pred.
(
E. 13.
/
A. 14. Jh.
):
Unser herre trat hin zuo und ruorte die bâre, dâ der tote ûf lac, und sprach: [...].
Er wil sprechen, daz diu sêle mit den obersten kreften rüeret die êwicheit.
dat selve schifʼ der meister voirte | an andern so na, dat it si roirte.
Bömer, Pilgerf. träum. Mönch
(
rhfrk.
,
um 1405
):
Die hende die da sollent gewappent sin | Mit den hentschuwen [...] | Sint ruͤren und begriffonge, | Tasten und fuelonge.
Küther, UB Frauensee
319, 26
(
thür.
,
1513
):
Wir [...] bekennen [...], das wir [...] ubereinkomen sind [...] umb eyne wiesen [...] an wilche wisen sie ein ander wisen rorende hat.
Zewch aws dem puncten 7 ein parlinj n. Dÿse linj rürt forn den dawmen.
Köbler, Ref. Nürnberg
418, 8
(
Nürnb.
1484
):
ES sol ein yeder den andern in der Stat befriden [...] vnd ob einer an den andern ruͤrend hat vberzwerch.
Diß weib von hinden zu im tratt, | Rürt an seim kleid den saum.
wan wilt du sú [natren] allein an dem sweif ruͤren, so [...] bissent | dest wirs.
Rieder, St. Georg. Pred.
(Hs. ˹
önalem.
,
1387
˺):
also ist dú suͤsse minne ôch unstaͤte als daz gebluͤmte sail: der daz ruͤret mit aim vinger, es zerbrichet zehant.
Boos, UB Aarau
(
halem.
,
1361
):
daz ich [...] ze koͮffenne geben [...] minen wingarten, [...] ruͤrt ein halb an den wingarten, der da hoͤret an sant Michahelis altar ze Aroͮw.
Schnyder, Qu. Zürcher Wirtsch.
1022, 24
(
halem.
,
1467
/
8
):
das [...] das schiff [...] im [...] nebent zuͦ an einen stein engienge, das er ruͤrte daran, das ein loch darin wurd.
Schmidt, Rud. v. Biberach
8, 8
(
whalem.
,
1345
/
60
):
wann des menschlichen geistes fvͤsse etwenne daz ertrich ruͦrent mit der sinlikeit vnd irdenscher stoͧp im anhaftet.
Morgan u. a., Mhg. Transl. Summa
285, 23
(
schwäb.
,
14. Jh.
):
nu enmag dekein geschaffen verstan rüeren zuo einer volkomener wis dez bekennens der gotlicher wesunge.
Morrall, Mandev. Reiseb.
51, 19
(
schwäb.
,
E. 14. Jh.
):
das hailig grab nit waz verschlossen noch verdeckt, und daz es ain yeglich bilgerin mocht gekússen und ruͤren.
Barack, Zim. Chron.
(
schwäb.
,
M. 16. Jh.
):
Das beschaint sich [...], das die guet fraw [...] irer nechsten fründin, die ruors an ir zellen [...] lag [...] in solcher nacht zugerüeft [...]:„Ach du mein guldine Anna [...]“.
Weitz, Albich v. Prag
149, 13
(Hs. ˹
oobd.
,
A. 16. Jh.
˺):
Item wenn ain wunden gar durch gieng, so solt du die wunden zu paiden seytten maisseln [...] vnd die maissel sullen ain ander nit ruͤren.
Fichtner, Füetrer. Trojanerkr.
452, 5
(
moobd.
,
1473
/
8
):
Ain sper durch schilt und prünn den leib so ruerte.
Dirr, Münchner Stadtr.
(
moobd.
,
1340
):
der rat ze Muͤnichen [...] hat gesetzt [...] daz ein man ste mit gerachkter hant auf einem flozz und an die prugk nicht ruͤr.
v. Maren, Marquard. Ausgabe
63, 40
(
Venedig
1483
):
wer in allen sachen maß ruͤrret der geuͤbt nymmer kaͤinen gepresten.