rötelstein,
der
.
›Gestein, Mineral mit roter bzw. rötlicher Farbe (die durch Eisenoxid erzeugt wird)‹; meist speziell: ›roter (kreideartiger) Ton; rote Tonerde‹ (zum Schreiben oder in Arzneien verwendet); auch: ›Backstein, Ziegelstein‹; vgl. 7; 1, vgl. 1; 3; 9.
Bedeutungsverwandte:
2
, ; vgl. 1.
Syntagmen:
j. r. haben
;
etw. mit r. malen / verzeichnen
;
eine tonne r
.;
pulver mit r
.

Belegblock:

Joachim, Marienb. Tresslerb. (
preuß.
,
1399
):
[Auflistung von Baukosten:]
7 m. vor theer pech und rotilsteyn und vor 6 slos und den zimmerluten.
Luther, WA (
1531
):
die Tauffe sey lauter wasser oder nur ein eusserlich zeichen, gleich wie man eine Kuhe oder Schaff mit Roͤtelstein malet.
Schmitt, Ordo rerum
164, 23
(
omd.
,
1466
):
Creta rubea rotelstein.
Lexer, Tucher. Baumeisterb. (
nürnb.
,
1464
/
75
):
der [schreiber] hat einen karnyr, darinnen ettliche pergamenen zetteln [...] auch darpei kreiden und röttelstein.
Maaler (
Zürich
1561
):
Roͤtelstein (der) Rot aͤrdtrich.
Haage, Hesel. Arzneib.
6v, 15
(Hs. ˹
noobd.
/
md.
,
E. 15. Jh.
˺):
rosenbletter in basser gesoten und gemenget mit pulver mit röttelstain stopfft auch den pauch von den auszganck.
Joachim, a. a. O. ;
Belkin u. a., Rösslin. Kreutterb.
102, 2
;
Geier, Stadtr. Überl. ;
Voc. Teut.-Lat.
bb iijr
;