rötel,
der
;
–/-(e)n
.
1.
›Gestein, Mineral mit roter bzw. rötlicher Farbe (die durch Eisenoxid erzeugt wird)‹; ›roter, kreideartiger Ton (der zum Schreiben verwendet wird)‹.

Belegblock:

Fastnachtsp. (
nobd.
,
v. 1494
):
Ir herren, so trag ich rotel feil | All mein gesellen zu unheil. | Wo einer ein posheit vernit, | Das ich in anschrieb und verriet, | Ein kreuz mal ich im auf den rück.
Sudhoff, Paracelsus (
1537
/
41
):
mineralien, die geben metal, schlacken, gleser, sand, kis, [...], gips, tripel, rötel.
Matzel u. a., Spmal. dt. Wortschatz.
1989, 251
.
2.
wohl: ›Rotforelle, Seesaibling (Salvelinus salvelinus)‹;
vgl. 1.
Zur Sache:
Urania, Fische [...]
114
.
Meist halem.
Bedeutungsverwandte:
vgl. (
der
).
Syntagmen:
die rötel ertasen
›fangen‹;
die röteln
(Subj.)
bei dem alten mas bleiben
;
x röteln
.

Belegblock:

Hampe, Ged. v. Hausrat
4, 18, 11
(
Straßb.
,
um 1514
):
Roͤttelen / Berlin / Alblin vnnd stockfisch.
Adomatis u. a., J. Murer. Zorob.
166
(o. O.
um 1575
):
Groppen / Schlyen / Rheling und Nasen | Roͤtely und Hürling ich erdasen.
Gehring, Würt. Ländl. Rechtsqu.
3, 642, 10
;
Maag u. a., Habsb. Urbar
2, 1, 490, 5
;
3.
›Vogel mit teilweise rotem Federkleid‹; speziell: ›Rotkehlchen‹;
zu 5.
Bedeutungsverwandte:
; vgl. .

Belegblock:

Buck, U. v. Richent. Chron. Conz. (
alem.
,
um 1430
):
do komend so vil klainer vogel von maisen, zinslin, buͦchfinken, distelvogel, bläweli, rötelin und allerlay clainer vogel.
Maaler (
Zürich
1561
):
Roͤtele / Rottbrüstle.
Suolahti, Die dt. Vogelnamen.
1909, 39
f.