suchstolle,
der
;-n/-n
.›Bergwerksstollen, der der Untersuchung des Gebirges, speziell der Aufsuchung von Lagerstätten, der Ortung und Abführung von Wasseransammlungen dient, eigenen Größenvorgaben unterliegt und seinem Betreiber besondere Rechte (, 5; 10) sichert‹;
Gehäuft omd. sowie slow. Inseldeutsch; seit der 2. H. des 15. Jhs.; bergbaubezügliche Texte.
Syntagmen:
einen suchstollen arbeiten / aufnemen / aufschlagen / ausmessen / bauen
(z. B. mit kost
), besichtigen, bestätigen / confirmieren / geniessen / muten / nutzen / treiben
(z. B. durch die gänge
), fündig befinden,
[wohin] faren, in baulichem wesen halten, zu rechtem erbe haben, zu einem erbstollen machen, jm. einen suchstollen leihen
; etw. mit suchstollen erschürfen / überfüren
; das recht des suchstollen
.Belegblock:
das sie sollich bergwerck [...], auch erbstollen, suchestollen ader triebestollen, [...], triben und buwen sollen.
Vom Vermeßen (1) Demnach Gott der allmechtige etzliche seyfengebuͤrge, so [...] suchstoͤllen treiben mußen und von dem findern und lehentraͤgern 100 lachter langk und 50 lachter breyt gemuhtet und aufgenommen wird, [...].
Michel Werner hat bestetigt ein erbstoln und ein suchstoln zu Schonwalde.
wie der erwirdige in got herr Symon [...] mitsambt seinen gewerken etwan einen suchestollen mit grosser kost und darlogunge auff unserm bergwergk [...] gebauet.
merckht, das zwayer hanndt stolen sindt, [...], Der ain der haisset, ain suechstolen, der annder ain Ehafftig(er) Stollen.
Ebd.
22, 1, 3
: Von des suchstollen recht. Der suchstolle hat das recht. Wenne der urbarer adir sin gewaldiger liher mit den schepphin [...], wo di sehen, das ein wasserigis felt lit, deme not ist, das man einen suchstollen dorczu fare, weme man den lihet, der hat das recht, wo er sine wassirseige annimmet, das vor im noch hinder im nimant bi virdehalbem lehen insicczet.
Wo Ein suchstolln auffgeschlagen wirt In einem Gantzn Pergk der vnforprochn ist vnd ap er fint einen Gang ... der selbe Stolln sall vngehindert pleiben.