stuz,
Adj.
›plötzlich, unüberlegt, spontan, überstürzt, übereilt handelnd; unversehens, Hals über Kopf geschehend, eintretend‹; vgl. II, 2.
Halem.
Bedeutungsverwandte:
, , ; vgl. , (Adj.) 3, .
Gegensätze:
1.
Wortbildungen:
stüzling(en)
.

Belegblock:

Bächtold, H. Salat (
halem.
,
1536
):
so uns schwere übel begegnetend, unversechenlich, die uns also stützling hettend mogen abschrecken.
Rennefahrt, Statut. Saanen (
halem.
,
1559
):
das söllichs ein guͦtte zytt darvor und nit äben stützligen deßmals, wan man zu deß herren nachtmall gan soll, fürgenommen und gehandlet werde.
Maaler (
Zürich
1561
):
Stützlingen. Præcipitanter. [...]. Stützlingen zuͦfaren. Capessere se præcipitem ad malos mores.
Chron. Augsb. (
schwäb.
, zu
1548
):
ire stutze, eigensinnige köpf, (so in betrachtung ires armen und unerfarnen herkomens mer sich selbst und iren eignen nutz zuͤ erheben, [...] altzeit widerwertig sein).