gier,
Adj.
1.
›habsüchtig, habgierig‹; vgl.
1
(
die
) 3.
Bedeutungsverwandte:
vgl. 4, (Adj.), , 1, .

Belegblock:

Chron. Köln (
rib.
, Hs.
1. H. 15. Jh.
):
wan e dat hie [gebuyr) vp stigende is, | hie is gijr ind valsch, des sijt gewijs.
Kurz, Waldis. Esopus (
Frankf.
1557
):
Nam etlich von den Hofe schrantzen, | Die Geltfresser vnd geiren Pantzen, | Gab jn ein grosse summen Gelts.
2.
›geizig‹; vgl.
1
(
die
) 3.
Bedeutungsverwandte:
; vgl. (Adj.) 6, 2, 1, , .
Gegensätze:
(Adj.) 2.

Belegblock:

Buch Weinsb. (
rib.
,
1576
):
der pastor gink bei dem dechen zu disch, hilt gein eigen kost, war seir geir.
Ebd. (
1578
):
halt ich in allen sachen [...] das mittel. [...]; nit zu frolich, nit zu trurich; nit zu milde, nit zu geir.
Ebd. (
um 1560
):
Ich war sperlich, doch nit gans gir.
3.
›eifrig, vorschnell, überstürzt‹; vgl.
1
(
die
) 4.
Bedeutungsverwandte:
(Adj.) 1, 4, 3.

Belegblock:

Gereke, Seifrits Alex.
5038
(
oobd.
, Hs.
1466
):
lass dir nicht sein zu gier | auf uns zu ziechen noch zu gach.