stuz
II
vereinzelt
stutze,
jeweils der
.1.
›als heftige kurze Bewegung semantisiertes Geschehen physischer oder psychischer Art‹; im Einzelnen: ›Stoß (des Windes)‹; ütr.: ›jäher Stoß (zum Sturz in die Sünde)‹; ›Stoß, innerer Anflug eines Gefühls‹ (z. B. in die Reue); vgl. am ehesten (V.) 6.Belegblock:
Mir quam in myn gemute | Von siner [Gottes] truwe obervluz | Der ruwe ein harte grozer stuz.
Das loches
[85, 6:
wint lochs]
nücz | Irt manchen trücz | Und pricht aüch oft ein widess [Hs. R:
windess]
stütz. och sich die wind engentzen | des schiffes und schrinden | von den stutzen, winden | an maniger stat begunden.
2.
phras.: auf einen stuz; zu stutze; gegen stüz
›im Moment, auf Anhieb, auf der Stelle, sofort‹.Belegblock:
Aber die leut verstan nit goͤttliche ding, meynen gleich, sye woͤllen also auf ein stutz mit Christo, den sye noch nie dann mit worten erkannt haben, inn den todt gan.
es wurdent ouch etlich von den burgern erschlagen do zuͦ stutze, die man argwenig hette.
Belegblock:
Kein Manthier wer so voller Trutz / | Das sie jhm nicht boͤten ein stutz.
ein eyl: wie bald sie erblicket | der vögel stutz, | dan ist ir nutz | nit besser dann zu fliehen.
Derhalb kein sillen sie
[Frau]
zureist, | Doch manchen stutz sie mir beweist. So thun sie [weiber] euch
[den
flöhen]
nicht unrecht zwar / | Das sie euch so verfolgen gar, | Und machen itz stutz wider trotz, | Das euch der bauch vor stolz nicht strotz. Dis unglichsame der raͤten gab vil anlas und stuz zuͦ widerwaͤrtikeit und unghorsame bi den boͤsswilligen umendung.