studvol,
Adj.
dient (wie ) der Charakterisierung des negativen Bildes von Männern: ›stockbetrunken‹; in 1 Beleg als sprechender Name gebraucht.
Bedeutungsverwandte
(bzw. Orientierungsfeld): , 1; 2, .
Syntagmen:
j. s. hertreten, heim / herein kommen
;
jn. (die bäuerin) s. heimschicken
(objektbezogenes präd. Attr.),
j. s. sein, ˹j. etw. s. brauchen, j. jm. s. nachschleichen
˺ (subjektbezogenes präd. Attr.);
j. s. sein
.

Belegblock:

Fastnachtsp. (
nürnb.
,
v. 1494
):
Gotz, Speckuch, Tiltapp und Sutzelmar, | Lullapp, Seutut und Studvol, | [...] | Tret her und laßt eur hendel verstan!
Fischer, Folz. Reimp.
30, 18
(
Nürnb.
1488
):
Dir piterts maul, dir dünst der schopff, | Pfupfert der ars und stinckt dirs maul | Und pyst so stüdvol und so faul | [...] | Recht alls ein ku, die kelbern wil.
Sachs (
Nürnb.
1549
):
Du frume fraw, man kendt dich wol, | Tag und nacht bist du gar stüht-vol.
Ebd. (
1553
):
Er thut geleych sam sey er tol, | Unsinnig oder gar stüdtvol.
Ebd. (
1554
):
wenn er [mann] heint stüdvol kombt heim, | Etwann ein gantze stund nach eim, | Fächt er offt erst ein hader an.