studiole,
das
;
aus
lat.
studiolum
›kleine Schreibstube [...]‹
(
Georges
2, 2829
).
›Schreibstube, Studierzimmer‹ sowie (als tropus ad minus) ›Schreibtisch‹;
vgl. 1; 2.
Bedeutungsverwandte:
1, 1 (zu Ersterem);
2
, 1 (zu Letzterem).

Belegblock:

Chron. Nürnb. (
nobd.
,
1488
):
es stunden offen alle kemer, alle studory
[Var.:
studiorenn
;
studoria
;
schreibstuben
],
alle verschloßen kasten, kisten und truhen.
Barack, Zim. Chron. (
schwäb.
,
M. 16. Jh.
):
Au gutte! rüeft er, „wein her!“ so kamen dann gie
[sic!]
gueten kerle usser den studiolen und bracht im ieder ain glass [...] wein.
Bauer u. a., Kunstk. Rud.
517
(
oobd.
,
1607
/
11
):
Ein anders studiolin oder schreibtischlin von ebinholtz, [...] hatt eine schiebladen.
Ebd. vor
1871
:
Allerley bilder von Messig, metal, marmelstain, welche zur zierd uff den almarn der kunstkamer wie auch uff den sudioln und anderen tischen stehn.