struter,
der
;
–/-Ø
;
zu
mhd.
strûtære, strûter
›Wegelagerer, Buschräuber‹
().
›Straßenräuber, Wegelagerer, Strauchdieb‹; dies beleidigend auch für Alexander und (so unter
struterei
) für Jagiello von Polen / Litauen gebraucht; generalisierend: ›Krieger, Soldat‹;
Wortbildungen:
struterhosen
.

Belegblock:

Strehlke, Nic. Jerosch. Chron. (
preuß.
,
um 1330
/
40
):
Diz ist von strûterin. Wundirlîchir dinge schicht | in vremdir ebintûre pflicht | den cristnin strûtêrin, | als ich von wârin mêrin | vornumin habe, widirvûr | binnen des urloigis vûr.
dî brûdre von Ragniten | hattin von den diten | vumfundzwênzic strûtêre.
Ziesemer, Proph. Cranc. Mi.
1, 14
(
preuß.
,
M. 14. Jh.
):
hirumme wirt er geben struter
[Hs. W, 15. Jh.:
snelle poten
;
Mentel
1466:
aussender
; nd. Bibel um 1478:
orlochs mannen
, 1522:
de snellen perde
;
Froschauer
1530:
haͤngst vnd schaͤlen
;
Dietenberger
1534:
kriegßleut
;
Eck
1537:
außlauffend krieger
;
Luther
1545:
Gefangene
]
uf daz erbe Geth.
Ders., Gr. Ämterb.
266, 38
(
preuß.
,
1407
):
85 par heren lynyner hosen, item 60 par lynyner strutterhosen.
Ebd.
269, 7
(
1412
):
1 schog lyner strutterhozen, 1 schog smaler wopenrocke, 2 hoͤrtucher, 32 elen banirlywand.
Luther, WA (
1531
):
Es war ein Stroͤter odder strassen reuber, der thet sein gantzes leben nichts guts.
Reissenberger, Väterb. (
md.
, Hs.
14. Jh.
):
Er was gewesen an boser man, | Ein rouber und ein struter, | Zuͦ manslaht ein wuter.
v. Liliencron, Dür. Chron. Rothe (
thür.
,
1421
):
do sie [Romulus, Remus] do gewuchssen das sie gross worden, do nomen sie an sich die hirten die scheffer unde die struter, wo sie die gehaben mochten.
Porus [...] entputet dem struter Allexandro, der die stete unde lant beroubit unde bestrutet, freude!
Voc. Teut.-Lat.
ff vr
(
Nürnb.
1482
):
Strotter todter morder. latro vispilio.