reiser,
der
.
1.
›Gewaltakteur, Krieger‹; speziell: ›Kriegsherr, Eroberer‹; gehäuft als Reimwort zu 1; vgl.
2
I, 1; 2.
Obd.
Bedeutungsverwandte:
, (
der
) 3; vgl.
3
1.

Belegblock:

Sachs (
Nürnb.
1563
):
Als solichs ward gewar der keyser, | Da zog der wütig grimme reyser | Wider nein in Italiam.
So ein sieghafft, gwaltiger reyser | War köng Salatinus mit nam.
Ebd. (
1562
):
Hernach von den römischen keysern | Und andern heydenischen reysern | Wurden
[die Christen]
verbrennet und ertrencket.
Ebd. (
1535
):
Karolus, der gros kaiser, | In aigener person, | Ein gewaltiger raiser.
Barack, Teufels Netz (
Bodenseegeb.
,
1. H. 15. Jh.
):
Ich [tüfel] tuon nimer raisern erlouben | Stelan, mürden und rouben.
Enders, Eberlin (
Basel
1521
):
Jn ietz gemelten worten bewert Paulus durch vernunfftig mittel, das aim prediger zymme lybs narung vom predigen haben, da er furtragt die glychnus vom reyser vnd sold.
Tittmann, Schausp. 16. Jh. Man.
13, 71
(
Bern
1525
):
wer ist aber der groß keiser, | der mit im bringt so vil kriegischer pfaffen und reiser | [...]?
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat. (
oobd.
,
1349
/
50
):
er [geir] volgt den raisern, dar umb, daz er des âses vol werd, und fräut sich urleuges und streites.
Voc. Teut.-Lat.
aa iiijv
.
2.
›Schwätzer, Aufschneider‹; vgl.
2
I, 1.
Bedeutungsverwandte:
1.

Belegblock:

Voc. Teut.-Lat.
aa iiijr
(
Nürnb.
1482
):
Rayser klaffer.