struten,
V.;
auch:
stroten
(alle Einheiten der Wortfamilie auch mit
-o-
in der Stammsilbe);
motivlich nachvollziehbar teils zu
mhd.
struot, strût
›Gebüsch‹
gestellt (s.
BMZ
2, 2, 704b
), teils davon geschieden (so
Splett, Ahd. Wb.
1, 2, 952
sowie s. v.
2
struten
; vgl. dort die Diskussion über die etymologische Zuordnung der Wortfamilie im weiteren germ. Bereich).
›jn. berauben, ausplündern‹.
Bedeutungsverwandte:
1; 2; 3, 1; vgl. 1, .
Wortbildungen:
bestruten
(dazu bdv.: 1; 3).

Belegblock:

Reissenberger, Väterb. (
md.
, Hs.
14. Jh.
):
Do man in dem walde sach | Min kumpane und mich wuten, | Die arme lute struten.
v. Liliencron, Dür. Chron. Rothe (
thür.
,
1421
):
:
Porus [...] entputet dem struter Allexandro, der die stete unde lant beroubit unde bestrutet, freude!
Voc. Teut.-Lat.
ff vr
(
Nürnb.
1482
):
Strotten todten morden. latrocinari.