1
straube,
die
;
zu
2
straube
›Gebäck‹ (; f.).
›in Schmalz oder Butter gebackenes und gezuckertes Spritzgebäck, Krapfen, Spritzkuchen‹;
vgl. 1.
Bedeutungsverwandte:
1, , ; vgl.
1
.
Syntagmen:
eine s. backen
(z. B.
in butter
)
/ essen / übersäen (mit zucker)
;
die gute / weissene s
. ›Weizenküchlein‹.
Wortbildungen:
straubenbacher
(a. 1577; Gw zu , V., 5),
straubenküchlein
(verdeutlichend),
straubenteig
,
straubentrachter
(Gw zu ),
straubete
.

Belegblock:

Buch Weinsb. (
rib.
,
um 1560
):
ein pasteide mit jongen honer, 2 [gericht] mit hennen, [...]; das dritte mitz peffer, 2, mit strouven, 2 mit tarten.
Schmitz, Schiltb.
50, 12
(
Frankf.
1597
):
rhuͦret derwegen einen Kuͤchlinteyg an / gantz duͤnn / als ob sie wolte Streublin bachen.
Ermisch u. a., Haush. Vorw.
31, 17
(
osächs.
,
1570
/
7
):
Machen einen tayg wie sträubeltaig aus 2 ayern, mehl und waßer.
Goedeke u. a., Liederb. (
Dresden
1570
):
Backen wir [hennlein, han] ein küchelein, | meuselein und streubelein, | und trinken auch den külen wein!
Schmitt, Fachprosa
58, 7
(
ofrk.
,
2. H. 15. Jh.
):
full es dann mit ein geruntenn eyernn vnd zeuch es durch einen lindenn straubenn teick, leg es in ein schmalcz.
Fischer, Folz. Reimp.
28, 116
(
Nürnb.
1488
):
Ein weil so slechet man eyer drein | Und pechts sam soltes streüblin sein.
Kurz, Murner. Luth. Narr (
Straßb.
1522
):
Es hindert vnß an andern sachen, | Die wir sunst moͤchten nützlich machen, | Strauben oder küchlin bachen.
Goedeke, Fischart. Flöh Haz
3378
(
Straßb.
1594
):
Wann ir dann knillt wie pulfertüchlin, | Darfür eß sie nicht sträublinküchlin.
Straub / ein art Kuchen oder Gebackens.
Barack, Zim. Chron. (
schwäb.
,
M. 16. Jh.
):
Under andern trachten, [...], waren der grosen Ablachkrebs in gueter anzal, darbei auch gebachne straubeten mit zucker wol überseet.
Stopp, Kochbuch S. Welserin
86, 4
(
Augsb.
1553
):
Wiltú gúte brente streiblach bachen [...] nim ain streiblentrachterlin, des ain grosß loch hab wie ain finger, vnnd bach sý dardúrch.
Ebd.
161, 1
:
Weisse streiblen zú bachen Nim das weisß von airen, klops woll, vnd ain wenig weisßmell.
Kummer, Erlauer Sp. (
m/soobd.
,
1400
/
40
):
wolt ıͤr mıͤr das gelauben, | ıͤr solt fuͤr den zorn essen strauben.