strauben,
V.;
vor allem in 2 auch Umlautschreibung: sträuben
; Genaueres im .1.
›etw. aufrichten‹ (speziell: die Haare); ›sich aufrichten‹ (von den Haaren); speziell: ›etw. mit einer Winde hochziehen bzw. senken‹; in 1 Beleg obszön gebraucht.Belegblock:
Er must han ein verdecket garn | Der im
[dem
staren]
wolt die vedern struben. [mein puol] ward mich an ir pettlein laden, | Do solt ich ir ain igel stechen, | So west ich nicht an im zuo rechen, | Greif in doch an, er ward sich strauben
(obszön). was der schiffen eins 12 schuͦch wyt; und stuͦnd in yeglichem schiff 8 struben, ob der Ryn grosz odr klein wúrd, das man uff und nider darnoch strubte.
Ir
[bezogen auf Paris und seine Gefährten]
har sol man nüt struben | Sechen, ich wil in huben | Geben von gestaine. Straͤuben / die Haar in die hoͤhe thun wie ein hund oder kaz so sie zornig seind.
daz daz dy ivnkfrauwe mit barem haubte vnd mit gestraubtem har [...] chvmpt.
2.
›e. S. / e. P. widerstreben, sich e. S. / e. P. widersetzen, entgegenstellen‹; als Ütr. an 1 anschließbar.Wortbildungen:
˹ 2, ˺ ›widersetzlich‹,
straubig
straubisch
straubkopf
Belegblock:
dan mir hatten uns gegen unsers fatters vertrag nehe gestrefft.
darumb sie [scheffer] auch dem, der sie auffm feld, ob sie den wolff gesehen haben, fragt, mit fluchen oder einer streubischen antwort begegnen.
Von Persen der vurste sich | Hat gestrubit
[
widerstuͦndMentel
1466: ; nd. Bibel um 1478:
was my to wederen;
gestanden wider michWormser Proph.
1527 / Froschauer
1530 / Dietenberger
1534 / Eck
1537: ;
widderstandenLuther
1545, Dan. 10, 13: ]
wider mich | Ein und zwenzic tage gantz. walt sie [eul] von mir nit. | zu mir pegund si swaimen, | sich streuben und auff paimen, | sy macht ain gross geheül.
Straͤuben / oder streuben / jhm etwas nicht lassen lieb vnd gelegen sein / wider setzen [...]. Du (straͤubest) dich allweg / so man dir einen guten rath gibt [...]. Straͤubich / das sich straͤubet [...]. Straubkopff / einer dem nichts dienet / sondern der sich wider alle aufflehnet.