sabath,
sabbath,
der
;
-s/–
;
über
griech.
sábbaton
aus
hebr.
sͮabbāt
›Ruhetag‹
(
Kluge/S.
2011, 781
).
›als Tag Jahwes ausgezeichneter Feiertag der Israeliten; siebter Tag der Woche; Ruhetag‹ (vgl. ); im Christentum wird das Konzept des geheiligten Ruhetages typologisch gedeutet und auf den Sonntag als Tag der Auferstehung Christi übertragen (vgl. ).
Zur Sache:
LThK
9, 188
f.;
4
Rgg
7, 712
ff.
Phraseme:
des sabbaths
›feiertags, am Sabbat‹.
Bedeutungsverwandte:
, , 1, , .
Syntagmen:
den s. brechen / feiern / halten / heiligen, mit heiligen werken zubringen
;
den siebenten tag s. nennen
;
der s
. (Subj.)
ein hebräisches wort, das ganze christliche leben sein, am abend anbrechen
;
j. des sabaths achten
;
etw
. (Subj.)
am s. beschehen, j. am s. die kinder beschneiden, ein jude im s. wieder den anderen nicht sein wollen
;
der hohe / österliche / zeremonialische s
.;
der entheiliger des sabaths
;
die historie, das gebot vom s
.
Wortbildungen:
sabatisieren
›ruhen, kontemplieren‹ (dazu bdv.: 5),
sabath(s)tag
(dazu bdv.: , ).

Belegblock:

Luther, WA (
1509
/
21
):
Man soll mussig gehen und sabbat halten. Der Sabbath ist das gantz Christlich leben, das es sein eygen werck nicht wurcke.
Ebd. (
1528
):
Nach dem gesetze brach der Sabbath an am abend.
Ebd. (
1535
/
6
):
Das ist unser Sontag, der hat kein ende, non ut sabbatum et resurrectio Iudeorum. Quando helt man resurrectionem domini, hellt man festum osterlich sabbat.
Ders. Hl. Schrifft.
Mt. 12, 1
(
Wittenb.
1545
):
ZV DER ZEIT / GIENG JHESUS DURCH DIE SAAT am Sabbath
[
Mentel
1466:
samsstag
]
/ vnd seine Jünger waren hungerig.
Reu, Süddt. Kat.
1, 474, 13
(
1533
):
das den Juden im alten Testament gepoten ist gewest, das sie alweg am sibenden tag musten halten ein Sabbath, das ist ein feirtag, darumb man noch heutigs tags den selben tag Sabbaths tag oder Sambats tag nennet.
Sachs (
Nürnb.
o. J.):
das allein nit rhu der leyb; | Die seel sol auch sabatisieren, | Sich Gott lon füren und regieren.
Dietrich. Summaria
20v, 1
(
Nürnb.
1578
):
vnnd [die Phariseer] hielten es fuͤr vnrecht / am Sabbath ein krancken menschen heilen.
Ebd. 7:
du solt den Sabbath heiligen / das ist / mit heiligen wercken zubringen.
Rennefahrt, Staat/Kirche Bern (
halem.
,
1608
):
unsern amptlüthen zebefelchen, uff sölliche karrer und entheiliger deß sabaths flyßig zeachten.
Wyss, Luz. Ostersp.
312
(
Luzern
1583
):
Das hand wir
[Gott]
allso geschöpffett alls, | Den sibenden tag zuͦ ruͦw erkanntt, | Geheiligett vnd den Sabath gnantt.
Ebd.
4997
:
Vermeintt, ich [Saluator] hab den sabath brochen. | Nun blibtts an vͤch doch vngerochen, | So ir am Sabath bschnydend dkind.
Haszler, Kiechels Reisen (
schwäb.
,
n. 1589
):
Döss freittags, wölchen süe für ihren feür oder sabattag halten, gleichwol nichts desto wehniger doran schaffen undt arbeütten, allein das süe umb müttagzeütt ihr gebett thun in allen mosckea oder türkischen kürchen.
Rot
349
(
Augsb.
1571
):
Sabbath. Jst ein Hebraisch wort / heist ruͦhe / Ruͦhtag / der sibent tag / da Gott von allen seinen wercken geruͦhet hat / den halten wir am Sontag / die Juden am Sambstag / die Tuͤrcken am Freytag. Sabbather, Ein sondre Sect der newen Donatisten / das ist Widertauffer / welche den Sabath feyren / aber sonst wenig auff Christliche ordnung halten.
Pfefferl, Weigel. Ges.
32, 3
;
13
;
Luther. Hl. Schrifft.
2. Chr. 23, 8
;
Neh. 13, 19
;
Lk. 6, 1
Marg.;
Froning, Alsf. Passionssp. ;
Goldammer, Paracelsus
2, 91, 2
;
5, 180, 17
;
Päpke, Marienl. Wernher ; .
Vgl. ferner s. v. 2.