rosenrot,
Adj.;
auch
rösleinrot
.
1.
›rosafarben (wie eine Rosenblüte), rosig‹ (Bezugsgrößen unterschiedlichster Art farblich und tendenziell als schön charakterisierend);
vgl. 1, 6.
Zur Sache:
Jones, Hist. Lex. dt. Farbbezeichnungen
4, 2102
ff.
Bedeutungsverwandte:
vgl. 1.

Belegblock:

Mylius (
Görlitz
1577
):
Roseus Rosenroth.
Sachs (
Nürnb.
1554
):
Wolt ehrlich lassen dich begraben | In meinem rößlein-rotten rock.
Wickram
4, 46, 5
(
Straßb.
1556
):
Die morgenroͤte / mit gar froͤlichem anblick / in rosienroter farben / mit schoͤner wath angethon / sich sehen liess.
Henisch (
Augsb.
1616
):
Jst der apffel rosinrot / der wurm ist darinn. Jst die Jungkfraw huͤpsch vñ schoͤn / sie ist võ boͤsem siñ.
2.
›von gesunder, rosiger Farbe, Gesichtsfarbe‹ (meist als Zeichen von Schönheit und Lebendigkeit); im Marienpreis auch subst.; speziell vom Mund: ›rosa schimmernd (wie eine Rose)‹;
vgl. 1, 4.
Bedeutungsverwandte:
, ; vgl. 2.
Gegensätze:
1, (Adj.) 1, 1.

Belegblock:

Gille u. a., M. Beheim
264, 38
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
Ave, du himel blume, | Ave, du lichte lilgen weiss. | Ave, du rosen räte.
Kehrein, Kath. Gesangb. (
Nürnb.
1631
):
O Fleisch [...] | Heut frisch vnd Rosenroth, | Kranck morgen bleich vnd Todt.
Bihlmeyer, Seuse (
alem.
,
14. Jh.
):
minú wengel so liehtvar und so roͮsenroͮt und ellú min gestalt so schoͤne.
Koppitz, Trojanerkr. (Hs. ˹
noschweiz.
,
15. Jh.
˺):
Ir lïchter mund so rossen rott | In menger strittenlicher vartt | Von im oft getröstett ward.
Päpke, Marienl. Wernher ;