rosenfarb,
rosfarb,
Adj.
– Zur Sache und ihren kulturgeschichtlichen Zusammenhängen:
Jones, Hist. Lex. dt. Farbbezeichnungen
ff.4, 2194
Wortbildungen:
rosenfarbe
blutrot
und schneeweiß
‹.Belegblock:
wann vnsere Suͤnde gleich Blutroth wehren / sollen sie doch schneeweiß werden / vnd wañ sie wehren wie Rosinfarbe / sollen sie dennoch wie weisse Wolle werden.
Daz man den veinten send ein knecht | In einem rosenvarwen tuoch | [...] | Gesprenget ser mit rotem pluot.
Jn disem jar im monat junii wurden etlich vil barchattuch rosinfarb geferbt.
er [Fenix] hât ain wahsvarben zagel, dâ sint rôsenvarb federn.
1 indianisch mäntelin [...] mit rosinfarbbem ormesin underfüttert.
2.
›von gesunder, rosiger (Gesichts)farbe‹ (als Zeichen für Schönheit und Lebendigkeit); im Frauenpreis auch vom Mund der Geliebten: ›rosenrot‹; Poetische sowie religiös-didaktisch motivierte Texte.
Wortbildungen:
rosenfarbe
rosfarblich
Belegblock:
iz was ein heiligez blut, als ich las, | daz sinen lip hie und ouch dar | hete gemachet gar rosenvar.
Alle rosenfar mündelein, alle rote wengelein müßen bleich werden.
ir lichten wenglin, die sein lilgen weiss und rasen var.
‒
Vgl. ferner s. v. .3.
›hellrot, rosig‹ (in der Verbindung mit blut
die Passion Jesu Christi sowie in der Dichtung auch gelegentlich Todesbereitschaft und Tod anderer Personen kennzeichnend); als Ästhetisierung anschließbar an 2; Überwiegend Texte religiösen Inhalts.
Belegblock:
das darinnen [Tauffe] scheine und ersehen werden das rosenfarbe, unschuͤldige blut Christi.
Da acht Tag fuͤruͤber war, | Da ließ er sich beschneyden, | Vergoß sein ersts rosnfarbes Blut.
Mitt ross varwen blütte rott | Wil ich [Meligas] gar des künges barn | Begiessen.