rob,
der
;
–/-(b)en
;
gelegentlich auch
rab
;
vgl.
ung.
rab
›Gefangener, Sklave‹
(
Halász u. a., Ung.-dt. Großwörterbuch.
1998, 1221
).
›Kriegsgefangener; Sklave‹.
Siebenb. Inseldt.
Bedeutungsverwandte:
vgl. 1, 12.
Syntagmen:
die roben freilassen, jm. roben vereren
;
j. zwischen roben in eisen gehen
;
die lebendigen / ungarischen roben
.
Wortbildungen:
robei
›Kriegsgefangenschaft, Sklaverei‹ (dazu bdv.: vgl. , 3).

Belegblock:

Rechn. Kronstadt (
siebenb.
,
1532
):
uni captivo, vulgo Rab, qui ex Turcia venit asp. 12½.
Qu. Brassó
4, 511, 8
(
siebenb.
,
1550
, Hs. 
1613
/
7
):
Es hat der Wayda dem Hans Tartler [...] etliche Robben von Zekeln verehrt, welche er in die Stadt gebracht.
Ebd.
5, 427, 41
(
1612
):
Den 23. Septembris ziehen 1300 auf die Zeklesch Tabor aus Cronnen [...], slagen den Tabor und breingen 313 Ross und 281 Rinder, auch lebendig Raben.
Ebd.
428, 4
:
Das Volk han die Türken und Tattren genommen, das ander haben die Stadtleut genommen, nur dass sie nicht den Tattren in die Robei sollen kommen.
Ebd.
466, 25
;
488, 16
.