rest,
der
;
–/-(e)
.
1.
›etw., das von etw. als Ganzheit / Totalität Gedachtem noch vorhanden, übrig ist, von diesem (noch) fehlt‹; speziell: ›Geldbetrag, der noch aussteht‹.
Meist Rechts- und Wirtschaftstexte.
Phraseme:
jm. etw. rest sein
›bei jm. mit e. S. im Rückstand sein‹.
Bedeutungsverwandte:
1; vgl. 4,
1
2, .
Wortbildungen:
2
resten
1 ›übrig bleiben, als Rest verbleiben‹ (dazu bdv.: vgl. , ); 2 speziell: ›(eine Summe Geldes) schuldig sein‹ (dazu bdv.: vgl. 18, 4).

Belegblock:

Buch Weinsb. (
rib.
,
1575
):
Von den 800 daler, so noch resten, ist vertragen, das [...].
Perez, Dietzin
1, 134, 8
(
Frankf.
1626
):
Jch hab dirs gesagt vnnd gegeben was ich vermag / vnnd hab nichts mehr im rest.
Löscher, Erzgeb. Bergr.
135, 5
(
omd.
,
1616
):
sol der bergmeister denselbigen gewercken [...], wo es genugsam, bezahlen und vergnügen lassen und an rest auf folgende rechnung abziehen.
Loose, Tuchers Haushaltb. (
nürnb.
,
1514
):
Summa 54½ aimer pier, daran noch vorhannden ein naig pei einem aimer, also restet; verpraucht 53½ aimer.
v. Keller, Ayrer. Dramen (
Nürnb.
1610
/
8
):
Zwantzig tausent Cronen rest er mir, | Hat mir sein Gut versetzt darfür.
Bachmann, Haimonsk. (
halem.
,
1530
):
Mornends ăssend sy die rast
[Pl.!]
der spis, so sy nach hattend.
Grothausmann, Stadtb. Karpfen
72, 20
(
mslow. inseldt.
,
1598
):
den 17 Juny [...] erlegt herr Andre Nußdorffer den vbrigen reśt.
Qu. Brassó
4, 514, 37
(
siebenb.
,
1552
, Hs.
1613
/
7
):
Die Knecht in der Hermestadt [...] haben einen Lärmen wider ihre Obrigkeit angericht, denn sie ihnen mehr als 6 Monat Sold Rest gewesen.
Rechn. Kronstadt (
siebenb.
,
1541
):
So plaibt
[nach Berechnung aller Einnahmen und Ausgaben]
herr Joannes Bencker Rest der stat vnd Landt von der Zeg Mylen fl. 17 asp. 43.
2.
›letzter, übriger, restlicher, nicht wesentlicher, nachrangiger Teil e. S.‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl. (
die
), , , 4,
1
7.

Belegblock:

Opitz. Poeterey
45, 7
(
Breslau
1624
):
Hernachmals / wann ich kalt schon bin / | Da wil ich Gott den rest befehlen.
Bauer u. a., Kunstk. Rud.
1213
(
oobd.
,
1607
/
11
):
Ein kandel schön geamalirt [...], der rest mit silber vergult.
Ebd.
362
.