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reichen,1.
›über jn., ein Gebiet herrschen, Macht ausüben‹; ›(an einem Ort) regieren; jn., ein Gebiet beherrschen‹; ütr. auch auf das Herrschen Gottes sowie (vereinzelt) gottgefälliger Menschen im Diesseits wie im Jenseits bezogen; vgl. (das
) 1; 2.Älteres Frnhd.
Belegblock:
[Nemroth] zwangk die lewte unde slugk sie tot | unde richete zu Babilonia.
das ist das si [di kuschen] ewiglichen | mit got bliben unnd richen.
Got rastet und richet und berichtet alle die welt und alle creature.
vber die kinder israhel die do wonten in den steten iuda: reicht
[Var. 1475
regierte2
–1518 / Luther
1545, 2. Chr. 10, 17: ]
roboam. Wenn er mit kraft rychet | Sine kind.
dornach nam in [Machmet] der chönig zu im und gab im vollen gewalt über das landt und dornach richat er das gantz chönigreich.
2.
›jn. reich (im materiellen wie im religiösen Sinne) machen‹; ›jn. / etw. bereichern, mit etw. (z. B. mit Geld, Ausstattung, göttlichen Gnadengaben) versorgen‹; auch: ›zunehmen‹; ›sich / etw. (z. B. den eigenen Nutzen) steigern, vergrößern, (Zölle) anheben‹; vgl. (Adj.) 4.Belegblock:
sô wil ich dich rîchen | und hî den mînen glîchen | an hôen wirden wirdiclîch.
Da leret er
[Christus]
erstlich, das wir sollen des, so Gott uns bescheret, brauchen [...], Und wissen [...], das es sol wol gedeien und reichen, ja auch unter handen mehren. wer mir des gehilffet, | den wil ich richen iemer me.
daz andere heizit ein richinde oder ein zuleginde bekentnisse.
darin ir euren eigen nutz ubermesslich und mit unbillikeit gesucht und euch zugezogen und damit gereichet und [...] gemeine bestes geschwecht habt.
Got hat mich gereicht
[Var. 1475
reych gemachet2
–1518: ;
begabtEck
1537: ;
wol beratenFroschauer
1531 / Dietenberger
1534 / Luther
1545, 1. Mose 30, 20: ]
mit einer guͦten gab. darumb gib ich dir ze lon, | das ich dich immer reichen wil.
do reichet er daz selbe chloster [...] mit milter gab.
[die geistlichen] haben kain fürsten, der si nit gereicht hat, ân ein clämperl hin lassen.
[Herzog Albrecht] reichert zöll und meut.
Kurrelmeyer, a. a. O. ;
Voc. Teut.-Lat.
aa vijv
; Wiessner, Wortsch. Wittenw. Ring.
1970, 149
; Baumann-Zwirner, Augsb. Volksb.
1991, 500
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