regnen,
V.;
auch in den Schreibformen 2
regen, rengnen,
regenen,
kontrahiert: rein
; 1.
›in Form von Regen zur Erde fallen‹ (von Niederschlag); meist unpersönlich gebraucht; in 1 Beleg bildlich: ›(von jm. her) fließen, ausgehen‹; zu (der
).Syntagmen:
der himmel, es
(unpersönlich) regnet
(absolut); es
(unpersönlich) [wie, wann] (z. B. ser, ane unterlas, alle tage, tag und nacht, in der ernte, in dem sommer
) r., es
[wohin] (z. B. auf den palas, auf die kapelle, durch das dach
) r., es r., das [...], j. auf jn. r
.; Jupiter
(Subj.) es r. lassen, got nicht ein tröpflein r. lassen
.Belegblock:
zur zeit des Koͤniges Achab in vierdhalb gantzer Jar, lies er [Gott] nicht ein Troͤpflin regenen, da kam der zorn auch uber sie, da verdorret das gantze Erdrich.
Da fieng der Bawer an
[als er anstelle von Gott das Wetter bestimmen durfte]
und machets, wie ers haben wolt, und gieng so von staten nach alle seinem wunsch, das es regnet und scheinet, wenn er wolt. it hadde den somer zomail seir geraint alle dage, dat der Rin binnen Coellen in de stat geink.
Obene in deme felsse ist eyn loch vnde abgrunde, do das wasser yn loyfft, wan es reynt.
[dy czouberer] machin mit irer kunst das is nicht reynt uf das pallas.
da hub es an zu vesperzeit zu regen und regent tag und nacht.
[in Helyas ziten] es was drú jar und sechs manode das es nút enregente und man weder seien noch ernen enmochte.
Die sonne scheinet / der hymel regnet / das korn wechset.
wenn da selbes ainest regnot in dem sumer, so wúrt das land vol múse.
So ist der tempel schwach. | Es regnet durch das dach | Und ist noch ungebüwen.
Wann der herr, der sun, der fliuzt und regent vom herren, dem vater.
Ettwann regnats, daz der edel Kung oft vast ward begossen, Wann wir heten vns nicht zugericht auf ain lange Raẏs.
Es soll ainer dem andern die velder im fridt bei schönen wödter achtag, aber in regenten wetter vierzehen tag lang halten.
,Ir sult sein parmherczig, als eür vater parmhercig ist‘, ,der da rëgent auf die gerechten vnd auf die vngerechten [...].‘
Baptist-Hlawatsch, U. v. Pottenst.
1439
; 2.
›in großer Menge (wie Regen) herabfallen, auf die Erde, auf jn. niederfallen‹ (z. B. von blut, feuer
oder schwefel
); von Personen: ›in großer Zahl auftreten, in Erscheinung treten‹; vereinzelt transitiv (von got
oder dem himmel
als Handelndem) bzw. in Konstruktionen mit lassen
; anschließbar an 1; zu (der
).Phraseme:
es
(unpersönlich) wird drek regnen
›ein Unheil droht, steht bevor‹; es jm. auf das armbrust regnen
›jn. unangenehm überraschen‹.Syntagmen:
es
(unpersönlich) etw
. (z. B. blut / feuer, bäbste / exempel / frösche / groschen / gulden, gebratene hüner
) r., got / der herre
(Subj.) feuer / schwefel r., der himmel barmherzigkeit / gnade r
.; feuer / pech / schwefel
(Subj.) auf jn. r., teufel / türken
(Subj.) über jn. r
.; j. etw
. [wohin] (z. B. j. feuer / schwefel in die helle, der herre hagel über ägypten
) r. lassen, got
(Subj.) jm. das himmelbrot vom himmel r. lassen
.Belegblock:
Weil wir nu kein wort noch befelh von Gott haben, das fegfeur zu gleuben, so ists eine verfluchte lesterung und luͤgen [...], und wens eitel heiligen Exempel schneyet und regente.
wo der Bapst solche freiheit hette [...] feil gehabt (wie er sonst alles feil hatte), wie solt es von Koͤnigen und Fuͤrsten mit tausend guͤlden zugeschneiet, [...] von Buͤrgern und Baurn mit guͤlden und grosschen geregent haben.
wen wir den Bapst warnen unnd sagen: Hutet euch, Es wirdt dreck regenen, so ists ihnen lecherlich.
da ist nichts denn troͤstliche, freundliche liebe, was man sihet und hoͤret, als trieffe der himel mit honig und zucker und regene und giesse eitel gnade und barmhertzigkeit.
wenn es schon eitel Bepste, Cardinel und Bisschove regnete und sie alle von den groͤsten, koͤstlichsten Gottsdiensten predigten [...], so ist alle jr lere jnn abgrund eitel luͤgen und triegerey.
Die Froͤsch zwungen dasselbe Land / | [...] | Eh denn ein Monat gar vergieng / | Da es Froͤsch zu regnen anfieng.
An dem tage abir dô Lôth ûz ginc von Sodômis, sô reginte her
[
da reget / regnet esMentel
1466 / Dietenberger
1534 / Luther
1545: ]
fuͦr und swefil von himele und vorterbite si alle. Du must dich vor dem jüden bucken | Und thest dich heut nicht recht gesegnen: | Es wird dir schir auffs armbrust regnen.
Liest jhn das wahre Himmelbrodt, | Reichlich vom Himmel regen.
Es regnet bluͦt. Diß ist eyn Deutsche Hyperbole / wenn man mer sagt denn es ist.
Schade, Sat. u. Pasqu. ;
Peil, a. a. O.
141, 3046
; Reissenberger, Väterb. ;
Lauterbach, Orhein. Rev. .
‒
Vgl. ferner s. v. .