regenbogen,
auch
regenbog(e),
der
;-s/–
.1.
›Regenbogen, atmosphärisch-optische Erscheinung eines mehrfarbigen Lichtbogens, die durch Brechung von Sonnenlicht an Regentropfen entsteht‹; zu (der
), (der
) 1.Phraseme:
˹j. auf einen regenbogen bauen / zimmern
; j. nach dem regenbogen werfen
; das (ganze) mer an einen regenbogen henken
˺ ›etw. Unmögliches, Sinnloses versuchen, tun‹.Syntagmen:
den r. (als tron des richters) besitzen, in die wolken setzen, got
(Subj.) Noah den r. zu einem warzeichen geben, den r. zwischen den menschen und sich setzen
; der r
. (Subj.) mancherlei farben an sich nemen, an dem himmel stehen, von etw. kommen, ein zeichen der frölichkeit deuten
›bedeuten‹; Christus auf dem r. sitzen
; ein r. an dem himmel, auf dem haupt (des engels)
; der friedliche / himlische / schöne r
.; die farben des regenbogens
.Wortbildungen:
regenbogenfarbe
Belegblock:
wir habens zwar der maßen bereit versucht [...], aber so vil außgericht, als hetten sie die weil nach dem regenbogen geworfen.
wer kan backen one feuer oder one flügel fliegen? es wer gleich als müglich das ganze mer an regenbogen zu henken, als diser messe zu helfen.
Also gab er Noe den regenbogen an dem himel zuͦ ainem warzaichen, das er ob seinem wort wolt halten.
Jch gedachte nicht anders, den Christus sesse im Himel als ein zorniger Richter, wie ehr den auch auff einem Regenbogen sitzendt gemahlet wirdt.
So mann vnder dem dach ein teyl gegen der sonnen hebt / vnd das ander am schatten so gibt er [Iris der steyn] schoͤne farben des regenbogens.
Den Regenbogn als Richters Thron, | Der hoͤchste Richter bsitztet.
Sú
[die
von zerganklicher minne nit lazen]
beschoͤnent sich mit schoͤnen worten, sú buwent uf den wint und zimbrent uf den regenbogen. ich sach einen andern starcken engel nider steygent vom himel [...]: vnd ein regenbog
[
regenbogenLuther
1545, Offb. 10, 1: ]
auff seim haubt. Dem
[der
all ding duͦt / vff zyttlich ere]
würt zuͦ letst nüt anders me | Dann das syn won / jnn hatt betrogen | So er buwt vff eyn raͤgenbogen. am morgen
[nach dem
schlegregen]
do stuͦnd ain schoner regenbog an dem himel. Der regenpog kümt von wunderleichem widerprechen des sunnenscheins in den wolken.
du hast der werlde trog verquitt, | Noe zaichen stäte, | fridleich regenpogen bekannt.
venetianische gläser, dadurch man allerley regenbogenfarben sieht, wan mans für die augen heltt.
2.
›(kristallartiger) Edelstein, der das Licht in verschiedene Farben (wie ein Regenbogen) bricht‹; metonymisch zu 1.Zur Sache:
Lüschen, H., Namen der Steine
(s. v. 242
îrîs
).Belegblock:
3.
›lilienähnliche Blume; Schwertlilie (Iris)‹.Zur Sache:
Marzell
ff.2, 1018
Belegblock:
Regenpog. iris. odʼ plawe gilg. oder kreutzplum. rotswertel.