redman,
der
;
–/redleute
(Plural nur einmal belegt).
›Person, die für jn., auch für eine Institution spricht‹; im Einzelnen: ›Fürsprecher, Anwalt‹; ›Unterhändler, Wortführer‹; vereinzelt mit negativer Konnotation;
zu
1
12.
Vorwiegend wobd.; Rechts- und Wirtschaftstexte.
Bedeutungsverwandte:
; vgl. 1, (
der
) 1,
1
2, 2.
Syntagmen:
einen r. angedingen / fergen
;
j. ein r. sein
;
der r. aufstehen
;
dem r. etw. zufallen
;
der erlaubte / gedingte r
.

Belegblock:

Struck, Cist. Marienst.
774
(
mosfrk.
,
1408
):
[Heyntze und Ludwig], die Unterhändler
(redelude
) und Weinkaufsleute waren
.
Roder, Hugs Vill. Chron. (
önalem.
,
1524
):
was Hans Miller [...] och by inna, der was ir redma, dan er kund wol schwetzen.
Ebd. (
1525
):
mornes [...] fergten die von Rottwil 2 hofriechter und iern redman her gen Fillingen.
V. Anshelm. Berner Chron.
5, 277, 30
(
halem.
,
n. 1529
):
wiewol vil ufruͤeriger schrîgeren, Stucki redman, Hengili inschenk [...] da verzeichnet waren.
Argovia (
halem.
,
1594
):
Hans Schnepf, burger zuo Zeiningen, gemeiner landschaft gedingter vnd erloubter redmann vnd fürsprech.
Gehring, Würt. Ländl. Rechtsqu.
3, 753, 18
(
schwäb.
,
1580
):
ob dem redman etwas zufiel, der mecht auch uffstehn und den fürsprechen mannen.
Struck, a. a. O.
1186
;
Boner, Urk. Brugg
397, 3
;
Hauber, UB Heiligkr. ;